Batz im Interview: "Nicht nur 30 Spiele oben mithalten"

Im Interview mit liga3-online.de spricht Daniel Batz vom 1. FC Saarbrücken vor dem Spiel beim VfL Osnabrück (Samstag, 14 Uhr) über die neue Bestmarke als Bollwerk der Liga, die Rückendeckung der eigenen Anhänger und die Lehren aus dem Endspurt der vergangenen Spielzeit.

"Langweilig wird es mir nie"

liga3-online.de: Fünf Spiele, elf Punkte, 4:0 Tore: Der 1. FC Saarbrücken ist mit einem Bollwerk in die neue Saison gestartet. Wie bewerten Sie den Auftakt, Herr Batz?

Daniel Batz: Mit der bisherigen Ausbeute sind wir auf jeden Fall zufrieden. Wir sind uns aber bewusst, dass wir in fünf Begegnungen gerade einmal vier Tore erzielt haben. Daran wollen wir arbeiten und unsere Möglichkeiten in den nächsten Spielen effizienter nutzen.

Welche Bedeutung hat für Sie der Rekord, den sie mit fünf Spielen ohne Gegentor zum Auftakt aufgestellt haben?

Gar keine! Ich habe noch keine Saison erlebt, wo bereits nach fünf Spieltagen abgerechnet wurde. Ja, es ist eine schöne Momentaufnahme. Mehr aber auch nicht. Dafür ist die neue Spielzeit noch viel zu jung. Noch haben wir nichts erreicht.

Was macht die felsenfeste Defensive derzeit aus?

Innerhalb des Teams arbeiten alle Mannschaftsteile bewusst für die Defensive mit. Wir haben eine extrem gute Box-Verteidigung. So haben es die gegnerischen Spieler schwerer, sich in unseren Sechzehner vorzuspielen, und damit müssen wir weniger gefährliche Torschüsse blocken. Eines muss man aber ganz klar betonen: Meine Vorderleute leisten hervorragende Arbeit.

Wird es Ihnen hinten manchmal nicht etwas langweilig?

Nein, langweilig wird es mir nie! Für einen Torhüter ist es in jedem Spiel eine besondere Auszeichnung, wenn der eigene Kasten sauber bleibt. Im Fußball gibt es eine einfache Regel: Wenn man ein Tor mehr schießt als der Gegner, dann gewinnt man auch das Spiel. Wenn wir also zusätzlich kein Gegentor kassieren, dann könnte es ganz gut werden. Dass wir die Qualität haben, in jedem Spiel mindestens einmal zu treffen, davon bin ich überzeugt.

 

"Aus den Fehlern der letzten Spielzeit haben wir gelernt"

Im vergangenen Spiel gegen den Absteiger FC Erzgebirge Aue waren nach dem 0:0 vereinzelt Pfiffe von den Zuschauerrängen zu hören. Wie bewerten Sie die Situation?

Gerade im Spiel gegen Aue war es abzusehen, dass es ein Geduldspiel wird. Wir wussten, dass die Gäste erst einmal aus einer geordneten Defensive antreten werden und es für uns schwierig sein würde, ein Tor zu erzielen. Pfiffe waren nach dem Spiel vereinzelt zu vernehmen. Vielleicht gab es auch den einen oder anderen Zuschauer, der mit unserer Leistung unzufrieden war. Das darf man aber nicht überbewerten. Unsere Anhänger haben uns in der Kurve toll empfangen. Diese Rückendeckung tut uns allen gut uns spornt uns weiter an.

Ist der 1. FC Saarbrücken mit der Defensive ein Kandidat für den Aufstieg?

Wir befinden uns noch in den Anfängen der Saison. Von daher sind wir noch weit davon entfernt, eine seriöse Prognose abzugeben. Wir sind aber mit dem klaren Ziel in die Saison gegangen, bis ganz zum Schluss oben mitspielen zu wollen. Diesmal soll es nicht wie in der vergangenen Spielzeit laufen, wo wir im Endspurt den Anschluss verloren haben ab dem 32. Spieltag keinen Sieg mehr eingefahren haben. Unser Ziel ist es, nicht wie in der vergangenen Saison nur 30 Spiele oben mitzuhalten, sondern bis zum Schluss. Aus den Fehlern der letzten Spielzeit haben wir gelernt und wollen es dieses Mal besser machen.

Am Samstag ist der FCS beim VfL Osnabrück zu Gast. Erst in der vergangenen Woche hatte Daniel Scherning den VfL verlassen, um sich dem Zweitligisten Arminia Bielefeld anzuschließen. Wie bereitet man sich auf so einen Gegner vor?

Soweit ich es beurteilen kann, hat sich der Spielstil unter dem Interimstrainerteam der Osnabrücker nicht wesentlich verändert. Das liegt sicherlich auch daran, dass die jetzigen Coaches schon mit Daniel Scherning zusammengearbeitet haben. Aber wie dem auch sei, wichtiger ist es, dass wir uns auf unsere Leistungen fokussieren. Wir bereiten uns ganz normal mit unseren Videoanalysen auf den kommenden Gegner vor.

Was nehmen Sie sich für das Spiel an der Bremer Brücke vor?

Es ist bekannt, dass Auswärtsspiele in Osnabrück nicht einfach sind. Die Defensive muss auch in dieser Partie unser Fundament sein. Wenn wir hinten gut stehen, sind wir auch in der Lage, vorne Nadelstiche zu setzen. Wenn wir es dann auch schaffen, konsequent unsere Chancen zu nutzen, dann bin ich mir sicher, dass wir auch an der Bremer Brücke bestehen können.

 

   
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