Auswärts in Dresden: Arminia mobilisiert alle Kräfte

Es war erst am Mittwochabend um 21.42 Uhr, als der DSC Arminia Bielefeld zuletzt auf dem grünen Rasen in der SchücoArena stand und ein starkes, leidenschaftliches aber auch extrem kräftezehrendes Pokalspiel gegen die Borussia aus Mönchengladbach ablieferte. Zwar setzte das Spiel in den Köpfen der Blauen ausschließlich Euphorie und Energie frei, doch die Belastung der Woche ist rund um die Spieler deutlich zu spüren. Schon am Samstag trifft man auswärts auf die SG Dynamo Dresden (14 Uhr, live im WDR) und hatte damit kaum 2,5 Tage Zeit zur Regeneration. Es wird für das Team von Norbert Meier darum gehen, noch einmal alle Kräfte freizusetzen um im Ligawettbewerb weiter in einer guten Position zu bleiben.

Der Pokal ist schön, die Liga ist wichtig

Schon direkt nach dem Spiel gegen die Borussia wirkten beinahe alles Bielefelder extrem geerdet und fokussiert. Man steht zwar im Halbfinale des DFB-Pokals und hat mit Borussia Mönchengladbach einer der stärksten Mannschaften Deutschlands ausgeschaltet, doch Fabian Klos, Daniel Brinkmann, Manuel Junglas, Alexander Schwolow und insbesondere Norbert Meier gaben in ihren Interviews klar zu verstehen, dass die volle Konzentration auf Dresden liegen müsse und man in der Liga den viel wichtigeren Job zu bestreiten hat. Die körperliche Anstrengung ist zwar enorm hoch, doch auf der Pressekonferenz gab sich Meier trotzdem kämpferisch: “Der Kräfteverschleiß ist enorm, aber die riesige Belastung haben wir nicht, weil wir nette Kerle sind, sondern weil wir erfolgreich sind”. Dennoch warnt Meier vor den, in der Tabelle etwas abgerutschten, Dresdnern: “Dresden ist motiviert und heiß. Sie werden gegen uns alles reinhauen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.”

Pokalhelden mit punktueller Rotation?

Im Allgemeinen möchte Meier an seiner Grundformation allerdings nichts ändern, auch wenn die Belastung der Bielefelder enorm hoch ist. Mit Jerome Propheter, Jonas Strifler, Peer Kluge und Julian Börner fallen weiterhin die gleichen vier Spieler aus, wie auch schon unter der Woche. Mit Ulm, Hemlein, Schütz und Brinkmann sind vier Spieler von einer Sperre im Derby bedroht. Zurückkehren wird in jedem Fall Fabian Klos, der gegen Energie Cottbus noch gesperrt fehlte. Ansonsten will der Trainer sein Team im eingespielten Zustand lassen. Lediglich hinter Tom Schütz steht ein kleines Fragezeichen, ob es am Ende für 90 Minuten reicht. Christian Müller ist zwar fit, könnte aber durch David Ulm eine spielerische Pause bekommen, da er im Pokal am Ende mit Krämpfen vom Feld musste. Ansonsten erwartet der Trainer keine großen Überraschungen: “Alle, die auflaufen, müssen ihren Mann stehen." Bei einem Sieg in Dresden könnte die Arminia ihre Position vor dem Derby gegen Preußen Münster weiter verbessern und die Konkurrenz in jedem Fall auf Distanz halten.

Mögliche Aufstellung: Schwolow – Dick, Salger, Burmeister, Schuppan – Junglas, Brinkmann/Schütz, Mast, Ulm/Müller, Hemlein – Klos

 

   
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