Krawalle: Hansa-Fans legen Duisburger Hauptbahnhof lahm

Aufgrund von Auseinandersetzungen zwischen Fans des F.C. Hansa Rostock und der Polizei musste der Duisburger Hauptbahnhof am Samstagabend zwischen 17.45 und 18.15 Uhr komplett gesperrt werden. Es flogen Schottersteine, die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Mehrere Personen sind leicht verletzt worden, elf Hansa-Fans wurden vorläufig festgenommen.

Menschen rennen über die Gleise

Verlief die Anreise zum Spiel beim MSV Duisburg am Vormittag noch reibungslos, hielten Anhänger der Kogge am frühen Abend eine Regionalbahn am Haltepunkt Duisburg-Schlenk auf, sodass diese erst mit halbstündiger Verspätung weiterfahren konnte. Unter anderem hatte ein Unbekannter die Notbremse gezogen. Nach der Ankunft am Hauptbahnhof sollen Rostocker Fans nach Polizeiangaben Sperrgitter durchbrochen haben, sodass es zu einem Aufeinandertreffen mit MSV-Fans gekommen war. Dabei rannten Personen auch über die Gleise und schmissen Steine in Richtung der Einsatzkräfte. Die Polizei sperrte den Bahnhof daraufhin, der komplette Bahnverkehr wurde eingestellt.

Beamte begleiten Fans bis nach Rostock

Erst nach rund einer halben Stunde beruhigte sich die Lage, sodass der Hauptbahnhof wieder freigegeben werden konnte. Dennoch entschied sich die Polizei, die Gruppe Hansa-Fans zunächst bis nach Dortmund zu begleiten. Als es dort jedoch erneut zu Problemen kam, da einige Hansa-Fans ohne gültige Fahrkarte in einen Intercity steigen wollten, begleiteten sie die Einsatzkräfte bis nach Rostock. Da aufgrund der Ausschreitungen mehrere Anschlusszüge verpasst wurden, dauerte die Fahrt über sieben Stunden. Insgesamt waren über 200 Polizisten im Einsatz, die Ermittlungen dauern an. Einige Augenzeugen haben den Angaben der Polizei unterdessen widersprochen. Demnach sei die Polizei aufgrund eines überharten Eingreifens für die Eskalation verantwortlich gewesen.

 

 
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