Aufstiegsrennen: Warum Hansa Rostock noch Chancen hat

Zwei Niederlagen und ein Unentschieden aus den letzten drei Spielen – Hansa Rostock scheint ausgerechnet jetzt, wo die Saison in ihre entscheidende Phase geht, aus dem Tritt zu geraten. Sieben Punkte beträgt der Rückstand auf den KSC und Relegationsrang drei. liga3-online.de hat drei Gründe gefunden, warum Hansa trotzdem noch Chancen auf den Aufstieg hat.

Das Restprogramm

Zehn Spiele hat Hansa Rostock in der Liga noch zu absolvieren, macht im Idealfall 30 Punkte. Schon die nächsten beiden Begegnungen werden zeigen, wohin die Reise der Hansa-Kogge in dieser Spielzeit noch geht: Am Samstag ist Hansa zu Gast beim zuletzt schwachen VfR Aalen, drei Tage später steht das Nachholspiel vom 21. Spieltag an, der Gegner dann: die SG Sonnenhof Großaspach, zuletzt ebenfalls in der Krise und noch ohne Sieg in der Rückrunde.

Und so geht es auch weiter: Jena (H), Osnabrück (A), Unterhaching (H) – die nächsten Gegner der Rostocker haben in dieser Saison schon mal konstanter gespielt als zuletzt. Eine Chance für Hansa? Wenn das Team von Trainer Pavel Dotchev aus diesen fünf Spielen mehr als zehn Punkte holt, ist man wieder mitten drin im Rennen um den Aufstieg.

Die direkten Duelle gegen die Spitzenteams

Die Spieltage 34,35 und 36 werden dann endgültig darüber entscheiden, ob Rostock bis zum Ende ganz oben dabei bleiben kann. Es sind die Tage der direkten Duelle gegen die Spitzenteams Karlsruher SC (A), SV Wehen Wiesbaden (H) und Fortuna Köln (A). Zweimal darf Hansa in der Fremde antreten, für den Tabellenvierten der Auswärtstabelle trotz der tollen Unterstützung bei Heimspielen sicher kein Nachteil.

Beim Blick auf die aktuelle Tabelle kann man erahnen, wie wichtig diese drei Spielen werden. Ein mögliches Szenario, wenn denn alle Spitzenteams inklusive der Rostocker bis dahin konstant punkten: Verliert Hansa keines der drei Spitzenspiele, gewinnt aber mindestens eines, besser zwei davon, dann hat die Kogge an den letzten beiden Spieltagen gegen die Kellerkinder aus Halle (H) und Chemnitz (A) zwei Aufstiegsendspiele.

Die "Jetzt-erst-recht-Mentalität"

"Wir hätten locker nach diesem Aufwand auch neun Punkte haben können. Wir haben viel Energie investiert und viel Kraft verloren, stehen nun aber mit leeren Händen da", sagt Trainer Pavel Dotchev den "Neuesten Norddeutschen Nachrichten" nach der bitteren Englischen Woche, in der Hansa nur einen Punkt aus drei Spielen holte, obwohl man unter anderem den Spitzenreiter Paderborn lange am Rande einer Niederlage hatte und erst in der Schlussphase das Spiel abgab.

Trotzdem forderte Dotchev öffentlich, er wolle niemanden jammer hören, sondern seine Spiele weiter kämpfen sehen. "Gerade jetzt müssen wir uns zeigen und nicht verstecken, sondern positiv an die Sache herangehen", sagte Dotchev. Es ist gerade diese "Jetzt-erst-recht-Mentalität", die für den F.C. Hansa Rostock noch zum Faustpfand im Aufstiegsrennen werden könnte.

 

   
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