Aufstieg auf dem Sofa! Braunschweig zurück in der 2. Liga

Eintracht Braunschweig ist nur 350 Tage nach dem Abstieg zurück in der 2. Liga. Weil der 1. FC Kaiserslautern am Sonntag mit 0:2 bei Viktoria Köln unterlag und nächste Woche durch das Türkgücü-Aus spielfrei hat, ist der BTSV am letzten Spieltag nicht mehr vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen.

BTSV profitiert von FCK-Patzern

Nein, abgezeichnet hatte sich die direkte und vor allem vorzeitige Rückkehr des BTSV in die 2. Bundesliga in den vergangenen Wochen nicht. Weil der 1. FC Kaiserslautern als Tabellenzweiter über lange Zeit von Sieg zu Sieg eilte, blieb der Eintracht im Aufstiegsrennen wochenlang nur der dritte Platz. Doch dann verloren die Roten Teufel überraschend zweimal in Folge, sodass der BTSV vorbeiziehen konnte. Am gestrigen Samstag hätte die Eintracht in Meppen bereits alles klar machen können, verlor aber 2:3. Weil die Roten Teufel am Sonntag aber ebenfalls patzten (0:2 in Köln) und damit die dritte Niederlage in Folge kassierten, ist die Zweitliga-Rückkehr des BTSV nach acht Siegen aus den letzten elf Spielen mit einem Tag Verspätung nun perfekt.

Dabei hatte die Saison gar nicht gut begonnen: Nach einem torlosen Remis beim FCK setzte es im ersten Heimspiel eine herbe 0:4-Klatsche gegen Aufsteiger Viktoria Berlin, sodass die Eintracht mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen einen Abstiegsplatz belegte. Doch Trainer Michael Schiele, der im Sommer auf Daniel Meyer folgte, drehte an den richtigen Stellschrauben und führte die Eintracht anschließend zu drei Siegen in Folge (alle zu Null). Bis zur Winterpause kamen in 16 Partien nur noch drei Niederlagen hinzu, darunter gegen Meister Magdeburg, sodass Braunschweig die erste Saisonhälfte auf Platz 2 abschloss (die Annullierung aller Türkgücü-Partien mit eingerechnet).

Siebter Zweitliga-Aufstieg

Im neuen Jahr blieb der BTSV nach einem Auftaktsieg gegen Halle zunächst viermal in Folge sieglos, ehe erneut das Spiel gegen Berlin die Wende bedeutete. Mit einem 6:0-Kantersieg revanchierten sich die Blau-Gelben für die Klatsche im Hinspiel und leiteten damit eine bärenstarke Serie von 25 Punkten aus elf Spielen ein. Unter dem Strich hat Braunschweig nach Magdeburg die wenigsten Niederlagen kassiert (sieben) und stellt nach dem FCK die zweitbeste Defensive (35 Gegentore). Großen Anteil daran hat Torhüter Jasmin Fejzic, der gleich 15 Mal zu Null blieb. In der Offensive konnte vor allem Lion Lauberbach mit zwölf Toren und fünf Vorlagen auf sich aufmerksam machen.

Für die Eintracht ist es nach 1988, 2002, 2005, 2008, 2011 und 2020 der siebte Aufstieg in die 2. Bundesliga. Aus der 2008 gegründeten 3. Liga steigt der BTSV bereits zum dritten Mal in das Bundesliga-Unterhaus auf – damit sind die Niedersachsen zusammen mit Dynamo Dresden der Rekordaufsteiger. Und anders als in der Saison 2020/21 soll es nicht wieder direkt runtergehen.

FCK in der Relegation

Die Relegation gegen Dynamo Dresden bestreitet nun der 1. FC Kaiserslautern. Das Hinspiel findet am Freitag, den 20. Mai um 20:30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion statt. Die endgültige Entscheidung fällt am Dienstag, den 24. Mai um 20:30 Uhr im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion.

   
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