Aufsteiger SV Elversberg baut zweitligataugliches Stadion

Der Aufstieg des SV Elversberg wurde von den treuen Fans der Saarländer fast schon euphorisch gefeiert. Letztlich war die SVE jedoch in den beiden Spielen besser als die Zweitvetretung des TSV 1860 München und steht somit erstmalig in seiner Vereinsgeschichte in der 2008 gegründeten 3. Liga. Die Mannschaft wird durch gezielte Transfers drittligatauglich gemacht und auch das etwas veraltete Stadion an der Kaiserlinde wird nun maßgeblich verändert. Nun hat die Vereinsführung nach Angaben der „Saarbrücker Zeitung“ beschlossen, dass das altehrwürdige einer Komplettrenovierung über sich ergehen lassen wird. In vier Ausbauschritten wird das Stadion auf maximal 15 000 überdachte Plätze erweitert werden. Bei 10.000 Stehplätzen und 5.000 Sitzplätzen wird der Geräuschpegel sicherlich eine echte Heimspielatmosphäre erzeugen. Hinzu kommen noch 1.000 Business-Sitzplätze, wodurch auch die Einnahmesituation des kleinen Vereins sich deutlich erhöhen wird. Zudem werden weitere Parkplätze geschaffen und ein Naturrasenplatz wird erbaut.

Elversberg schafft profitaugliche Strukturen

Damit wird auch das vom 1. FC Saarbrücken angedachte „Saarland-Stadion“ erstmal der Vergangenheit angehören. Die Vereinsvertreter des SVE waren nach Angaben von Präsident Holzer gar nicht involviert: „Wir waren nie am Tisch, was das ,Saarland-Stadion' betrifft“, wird er in der „Saarbrücker Zeitung“ zitiert. Elversberg möchte zukünftig selbstständig agieren. Bei einem Gesamtetat von 3, 5 Millionen Euro und acht Millionen Euro, die voraussichtlich für den Stadionumbau in den nächsten vier Jahren investiert werden müssen, versucht Elversberg profitaugliche Strukturen zu schaffen. Gegenüber der Zeitung nennt Holzer die Gründe für einen Verbleib im alten Stadion: „42 Prozent der Zuschauer heutzutage sind Frauen. Man braucht Business-Sitzplätze, ein enges Stadion, muss Event-Charakter bieten und den Stadionbesuch zum Familien-Erlebnis machen – all diese Dinge sind mit Blick auf die Wertschöpfung wichtig, um ein Stadion als Geldquelle nutzen zu können. Der Ludwigspark kann für uns keine Zukunft sein. Wir haben unseren Kessel Kaiserlinde, der uns gehört.“

Gibt es in Elversberg bald eine Multifunktionsarena?

Zugleich erhofft Holzer auch, dass auch andere Events im dann modernisierten Stadion stattfinden werden, die für eine Auslastung sorgen können: „Ziel ist, dass wie zum Beispiel beim 1. FC Heidenheim im Stadion 200 Veranstaltungen im Jahr sind, die nichts mit Fußball zu tun haben. Es können auch Konzerte stattfinden.“ Allerdings schränkt er auch ein, dass die Finanzierbarkeit dieses ambitionierten Projekts noch nicht vollends gesichert ist: „Die Anträge sind noch nicht gestellt, da wir erst seit Dienstag wissen, in welcher Liga wir kommende Saison spielen. Deshalb steht die Finanzierung auch noch nicht zu 100 Prozent.“ Zugleich möchte er auch den großen Traditionsverein aus der Landeshauptstadt des Saarlands ein Angebot machen: „Im Saarland gibt es ein öffentliches Interesse an einem Stadion, wie es vielleicht in Elversberg bald realisiert wird. Wir hätten nichts dagegen, den FCS mit ins Boot zu nehmen.“ In der kommenden Saison wird sich die SVE aber erstmal mit dem Saarbrücker Ludwigsparkstadion begnügen müssen. Da das Stadion an der Kaiserlinde nicht drittligatauglich ist, spielt der Aufsteiger in der ersten Drittliga-Saison im Stadion des FCS.

 

   

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