Atalan legt beim HFC los und lässt Training filmen

Einen Tag nach seiner offiziellen Vorstellung als neuer Trainer des Halleschen FC stand Ismail Atalan am Mittwoch erstmals auf dem Platz – und ist dabei auch als Psychologe gefragt.

Knackpunkt Defensive

Nur fünf Minuten dauerte die Ansprache des 39-Jährigen, dann ging es auch schon auf den Platz: "Ich habe die Ansprache extra kurz gehalten", erklärt er gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung" und sagt: "Entscheidend ist auf dem Platz, das ist das Schöne am Fußball." Die auffälligste Änderung: Atalan ließ eine meterhohe Kamera aufbauen, um das Training zu filmen. Das Ziel: Fehler sollen direkt korrigiert werden.

Denn ansetzen muss Atalan vor allem an der Defensive, nachdem der HFC in den letzten vier Partien 18 Tore kassiert hat. "Wir müssen vor allem defensiv eine ordentliche Leistung auf den Platz bringen", weiß der neue Coach. Aus taktischer Sicht wird der 38-Jährige – so wie in Lotte – wohl mit einer Viererkette spielen lassen. Vorgänger Torsten Ziegner setzte zuletzt meist auf drei Spieler in der Abwehr. 

Washausen musste Training abbrechen

Darüber hinaus ist Atalan nach der Talfahrt der vergangenen Wochen auch als Psychologe gefragt: "Man merkt, dass sich die Jungs viele Gedanken machen, hinterfragen, was sie ändern können." Damit der Weg aus der Krise gelingt, setzt der Neu-Coach auf die Führungsspieler: "Sebastian Mai sehe ich da, aber auch Baxter Bahn", gewährt der 38-Jährige einen Einblick.

Auf Kapitän Jan Washausen wird Atalan vorerst jedoch nicht setzen können. Nach "Bild"-Angaben musste der 31-Jährige das Training am Mittwoch nach nur wenigen Minuten wieder abbrechen. "Es ist ein kleines Ödem drin. Nichts schlimmes, aber für das Training ist es wohl noch zu früh", sagt Washausen, der in dieser Saison erst zehnmal zum Einsatz kam, gegenüber der Zeitung. Beim Atalan-Debüt in Großaspach (Samstag, 14 Uhr) wird er damit fehlen.

 
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