Arminia verliert in Kiel – SGD nur 1:1 – SVWW an der Spitze

Nur vier Tage nach dem Pokal-Erfolg gegen Hertha BSC musste Arminia Bielefeld am Samstagnachmittag im Liga-Alltag einen Rückschlag hinnehmen. Gegen Holstein Kiel unterlagen die Ostwestfalen mit 0:1 und müssen die Tabellenführung an Wehen Wiesbaden abgeben, die zeitgleich mit 2:0 gegen den Chemnitzer FC gewonnen haben. Auch Dynamo Dresden kam nicht zu einem Sieg: Gegen die Stuttgarter Kickers kassierte die Böger-Elf in letzter Sekunde doch noch den Ausgleich – 1:1. Besser lief es dagegen für Energie Cottbus, die mit  3:0 gegen Unterhaching gewinnen konnten. Zunächst der Blick nach Kiel: Beide Teams gingen zunächst verhalten in die Partie, sodass Torchancen in den ersten Minuten ausblieben. Über weite  Strecken verhinderten viele Fehler und Ungenauigkeiten einen fließenden Spielaufbau. Die erste etwas gefährlichere Möglichkeit gab es in der 11. Minute zu verzeichnen, als Lorenz über die Außenbahn kam und von Kronholm abgedrängt wurde. Sein Schuss ging an das Außennetz. Der DSC wurde in der Folge etwas zielstrebiger und hatte in der 15. Minute nach einer Ecke eine weitere gute Szene, doch erneut war es Lorenz, der den Ball am Kasten vorbei schoss. Von Kiel war in den ersten Minuten nicht viel zu sehen, sodass es überraschte, als sie in der 36. Minute aus dem Nichts in Führung gingen. Nach einem langen Abschlag wurde der Ball mehrmals weiter gespielt, Arminia-Keeper Schwolow verschätzte sich beim Herauslaufen, sodass Heider einschieben konnte. Mit dem Tor im Rücken blieben die Störche die überlegende Mannschaft, zur Pause blieb es beim 1:0.

Pech für Bielefeld: Schiedsrichter verweigert Elfmeter

Im zweiten Abschnitt agierten die Ostwestfalen zu Beginn deutlich druckvoller und hatten bereits in der 48. Minute die große Gelegenheit zum Ausgleich: Nach einer Flanke des eingewechselten Mast war es ein Kopfball von Fabian Klos, der nur hauchdünn vorbei ging. Auch danach blieb Bielefeld das bessere Team und drängte nun deutlich auf den Ausgleichstreffer. Klos hatte in der 62. Minute die nächste Gelegenheit, scheiterte mit seinem Schuss jedoch an Kronholm. Insgesamt standen die Kieler in der Verteidigung gut und ließen daher nur wenig zu. In der 74. Minute hatten sie allerdings Glück, dass Schiedsrichter Willenborg einen eigentlich berechtigten Elfmeter für den DSC nicht gab. Zwei Zeigerumdrehungen später hätte Schäffler wiederum alles klar machen können, sein Ball flog jedoch hauchdünn am Kasten vorbei. In der Schlussphase warf Bielefeld alles nach vorne und hatte in der Nachspielzeit die große Chance, als ein Kopfball von Klos zu zentral war, der Ausgleich fiel jedoch nicht mehr. In der Tabelle rutscht die Meier-Elf auf Rang zwei ab.

Dresden kassiert späten Ausgleich – 1:1 gegen die Kickers

Vor über 23.000 Zuschauern waren beide Teams von Beginn an gewillt, ein Tor zu erzielen. Doch auch wenn das Tempo recht hoch war, wollte es beiden Mannschaften nicht so recht gelingen, in die gefährliche Zone des Gegners vorzudringen. So spielte sich viel im umkämpften Mittelfeld ab, da sich beide Teams weitestgehend neutralisierten. So dauerte es bis zur 28. Minute, als es die erste Torchance zu verzeichnen gab. Nach einem sehenswerten Solo von Tekerci wurde Eilers in Szene gesetzt. Dessen Schuss konnte Müller im Kickers-Tor erst im Nachfassen unter Kontrolle bringen. Zur Pause blieb es beim 0:0. Zu Beginn der 2. Halbzeit erwischten die Sachsen einen Traumstart und gingen in der 52. Minute in Führung. Sinan Tekerci war nach Vorlage von Comvalius mit seinem ersten Saisontor zur Stelle. Mit dem Tor im Rücken trat die SGD nun selbstsicherer auf, von den Kickers war hingegen kaum noch etwas zu sehen. Wenn es nach vorne ging, dann meist über Halimi, der jedoch oft in der Abwehr der Dresdner hängen blieb. Je näher die 90. Minute kam, desto mehr riskierten die Kickers im Spiel nach vorne, was der SGD neue Räume öffnete. In der 87. Minute hatte Gerrit Müller die Riesenchance zum Ausgleich, doch Kirsten im Tor reagierte glänzend. In der Nachspielzeit gelang den Gästen das Tor zum 1:1 dann aber doch: Stein netzte ein! Dabei blieb es am Ende dann auch.

Wiesbaden gewinnt gegen harmlose Chemnitzer mit 2:0

Die ersten Minuten waren von gegenseitigem Respekt geprägt, so richtig wollte sich keiner aus der Deckung trauen. Vor allem der SVWW wirkte zu passiv, hatte aber in der 15. Minute die erste Chance des Spiels, als CFC-Keeper Reule in höchster Not vor Schnellbacher retten musste. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit nahm die Partie das nötige Tempo auf und so ging Wiesbaden in der 40. Minute durch Schnellbacher in Führung. Nach einem kapitalen Fehler von Fink im Spielaufbau liefen die Gäste in einen Konter, den der Stürmer ohne Probleme im Tor vollendete. Auch danach blieben die Hessen das aktivere Team, beim Halbzeitpfiff hatte das 1:0 weiter Bestand. Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Kienle-Elf das dominantere Team und setzte Chemnitz immer wieder unter Druck, zu weiteren Chancen kam es aber vorerst nicht. Ändern sollte sich dies erst in der 67. Minute, als Jänicke aus 16 Metern abzog, den Ball aber knapp über das Tor beförderte. Zwei Minuten später erhielt Book die nächste Gelegenheit, das 2:0 zu erzielen, doch Keeper Reule war auf dem Posten. In Minute 76 fiel der Treffer dann schließlich: Alf Mintzel war zur Stelle. Danach spielten die Hessen die Partie souverän herunter und grüßen nun wieder als Tabellenführer.

Ungefährderter 3:0-Heimsieg für Energie Cottbus

Die Zuschauer mussten sich über weite Strecken der ersten Halbzeit mit einem zähen Spiel begnügen. Beiden Teams lag nicht viel daran, den Ball nach vorne zu spielen, sodass sich viel im Mittelfeld abspielte. Wenn es gefährlich wurde, dann meist über Distanzschüsse, doch auch diese Versuche blieben meist zu ungenau. Erst in der Schlussphase des ersten Abschnitts trauten sich die Cottbuser mehr zu und kamen in Person von Zeitz zur ersten gute Chance, Haching-Keeper Zetterer war aber auf dem Posten (40.). Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte man den Teams das Bemühen um Torchancen nicht absprechen, zu verzeichnen gab es aber dennoch keine. In Minute 64 ging Cottbus dann aber doch in Führung: Einen missglückten Abwehrversuch brachte Kapitän Uwe Möhrle per Abstauber im Tor unter. In der Folge war der FCE das bessere Team und machte deutlich, warum die Führung durchaus in Ordnung ging. In der 74. Minute sorgte Kleindienst mit dem 2:0 dann  für die frühe Vorentscheidung. Zwei Zeigerumdrehungen später war die Partie dann endgültig entschieden, als Fabian Götze den Ball per Kopf in das eigene Tor beförderte. In der Schlussphase tat sich danach nicht mehr viel, sodass es beim 3:0-Erfolg der Krämer-Elf blieb.

FOTO: Tusche

   
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