Arminia macht einen weiteren Schritt aus dem Keller

Glück, Effektivität und ein starker Keeper waren dieses mal die Garanten für den 3:2-Heimsieg von Arminia Bielefeld über den SV Darmstadt 98. Die Bielefelder Fans unter den 8.168 Zuschauern atmeten nach dem Schlusspfiff gehörig durch. Die Fans der Lilien hingegen mussten sogar noch enttäuscht sein, nicht wenigstens noch einen Punkt aus Bielefeld mitgenommen zu haben, obwohl Darmstadt zwischenzeitlich gar mit 3:0 hinten lag.

" Schlechteste erste Halbzeit seit langem"

Die Mannen um SV98-Coach Kosta Runjaic waren noch sichtlich beschwingt ob des 4:1-Sieges der Vorwoche gegen Sandhausen und belagerten von Beginn an den Kasten der Arminen. Die Hausherren hatten gegen die spielstarken Hessen keine Mittel und blieben lange Zeit blass. Einzig und allein Stefan Ortega Moreno war es zu verdanken, dass die Arminia nicht ins Hintertreffen geriet. In der 33.Minute machte es DSC-Stürmer Fabian Klos besser. Kaltschnäuzig und mit der ersten Chance für die Arminia bestrafte er die Darmstädter Fahrlässigkeit. Die unverdiente Führung war gleichnamig der Halbzeitstand. Abwehrchef Thomas Hübener sprach von der "schlechtesten ersten Halbzeit seit langem."

Zittern bis zum Schluss

Im zweiten Durchgang profitierte die Arminia erneut von Klos' Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Auf Vorlage von Marc Rzatkowski war Fabian Klos mit seinem 8. Saisontor zur Stelle. In den letzten vier Begegnungen war er damit bereits das sechste Mal erfolgreich. Eine sehenswerte Freistoßvariante mit den Stationen Schütz, Heithölter und Rahn brachte sogar noch die 3:0-Führung. Für viele die vermeintliche Vorentscheidung. Auch der 1:3-Anschlusstreffer (81.) durch den eingewechselten Preston Zimmermann beunruhigte die Wenigsten im Stadion. Unverhofft kommt im Volksmund oft – so auch für die Zuschauer auf der Alm. Fünf Minuten vor dem regulären Ende wurde den Lilien ein Elfmeter zugesprochen. Steegmann traf an und scheiterte an Ortega Moreno. Der Ball blieb jedoch im Spiel und fand über Oliver Heil den Weg in die Maschen. Fans und Mannschaft fingen noch mal das Zittern an. Umso tiefer atmeten Alle, die es mit der Arminia hielten, in der 93. Minute durch – das Spiel war zu Ende.

 "Ich hätte gerne noch das 3:3 gesehen"

"Ich würde gerne noch 50 werden, aber mit so Spielen wie heute wird das nichts werden, auch wenn es für die neutralen Zuschauer sicherlich sehr spannend war. Am Ende war ich froh über den Schlusspfiff des Schiedsrichters. Soviel Glück und einen so guten Torwart wie heute hat man auch nicht immer", analysierte ein erleichterter Stefan Krämer. Sein Gegenüber Kosta Runjaic war indessen enttäuscht: "Ich hätte gerne noch das 3:3 gesehen, denn das wäre der gerechte Lohn für unsere Mühen gewesen."

Die Arminia hat nun 29 Punkte auf dem Konto und steht damit komfortable neun Punkte vor dem ersten Absteiger Rot-Weiß Oberhausen. Bereits nächste Woche erwartet den DSC ein weiteres Heimspiel – Sandhausen ist zu Gast. Der SV Darmstadt 98 rutscht auf Tabellenposition 16 ab.

FOTO: Micha Korb / www.rwo-fanblock.de

 

   
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