Arminia ist Meister – Hansa gerettet – Haching steigt ab

Die letzten Entscheidungen der Saison sind gefallen. Am 38. Spieltag konnte Arminia Bielefeld durch ein 1:0 bei Sonnenhof Großaspach die Meisterschaft sichern. Kontrahent MSV Duisburg musste zeitgleich bei Wehen Wiesbaden eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Das Spitzenspiel zwischen Kiel und den Stuttgarter Kickers konnte der Tabellenvierte mit 2:0 für sich entscheiden. Deutlich spannender war die Situation im Tabellenkeller. Dort ging es zwischen Mainz 05 II, Hansa Rostock und der SpVgg Unterhaching gegen den letzten verbliebenen Abstiegsplatz. Den nimmt nach einer 0:1-Niederlage bei Rot-Weiß Erfurt nun die Spielvereinigung ein und muss so den Gang in die Regionalliga antreten. Mainz konnte durch ein 1:1 gegen Chemnitz für Sicherheit sorgen und auch Hansa ist trotz einer 1:2 bei Rivale Dynamo Dresden weiter Bestandteil der Dritten Liga.

Ikeng bringt Ruhe ins Spiel – Eilers und Tekerci drehen die Partie

Vor beeindruckender Kulisse startete Hansa mutig in die Partie und musste nur elf Minuten warten, ehe die größte Last von den Schultern von Fans und Spielern abfiel. Nach einer Freistoßflanke von Bickel verpassten zunächst Freund und Feind im Strafraum die Kugel ehe Ikeng völlig frei aus kurzer Distanz einköpfen konnte. Mit der Führung im Rücken zog sich die „Kogge‟ zurück und spielte auf Sicherheit. Die Gastgeber taten sich lange schwer gegen die stabile Abwehr der Hansa ehe kurz vor der Pause erneut ein Standard für Torjubel sorgte: Stefaniak brachte eine Ecke gefährlich nach innen, Müller legte per Kopf ab und Eilers, ebenfalls mit Köpfchen, sorgte für den Ausgleich (42.). Nach dem Seitenwechsel war die Anspannung, wohl auch durch den Zwischenstand aus Erfurt, ein wenig aus der Partie genommen. Für große Emotionen sorgte deshalb am Ehesten die Auswechslung von Christian Fiel, der vor dem Spiel bereits offiziell verabschiedet wurde. Das Spiel hingegen plätscherte weitestgehend herunter und große Spielszenen blieben aus. Etwas aus dem Nichts kam entsprechend der Führungstreffer für Dynamo. Tekerci war der umjubelte Torschütze in der 85. Minute. Durch den Spielstand aus Erfurt war zu dieser Zeit aber bereits ziemlich klar, dass Hansa dennoch gerettet sein würde. Dennoch kamen Emotionen auf und Ahlschwede ließ sich noch zu einer unnötigen Tätlichkeit hinreißen für die er mit Rot vom Platz geschickt wurde (90.). Nach dem Schlusspfiff herrschte dann endgültig Erleichterung bei der Kogge, die nach einer turbulenten Saison am Ende den Klassenerhalt feiern darf.

Müller schießt DSC zur Meisterschaft – Großaspach hadert mit dem Schiedsrichter

Am oberen Ende der Tabelle ging es für Arminia Bielefeld nach der großen Aufstiegsparty in der Vorwoche auch noch die Meisterschaft perfekt zu machen. Dem DSC war jedoch anzumerken, dass das Training in den letzten Tagen nicht im Mittelpunkt stand und so taten sich die Mannen von Trainer Norbert Meier schwer gegen stabile Aspacher. Die Hausherren beschränkten sich auf Nadelstiche in der Offensive und forderten in zwei Situationen Strafstoß: Zunächst plädierte das Heimspiel auf Handspiel im DSC-Strafraum (18.) und kurz darauf fällte Börner Skarlatidis im eigenen Sechzehner (20.) und spielte dabei gleichermaßen Ball und Gegner – zwei strittige Entscheidungen. Die Pfeife blieb jedoch stumm und stattdessen hatte Arminia nochmals die Chance durch Börner, der jedoch aus kurzer Entfernung klar daneben zielte (30.). Erst nach dem Seitenwechsel wurde der DSC zielstrebiger. Testroet hatte die erste Großchance der zweiten Hälfte als er einen Heber über das Tor setzte (55.). Dann hatte Hille, der kurz darauf unter großem Beifall verabschiedet wurde, die nächste Gelegenheit (57.). Gerade als es brenzlig wurde und die Arminia selbst auf der Linie retten musste (71.), schaltete der DSC nochmals auf Angriff und ging schließlich in Führung. Zunächst scheiterte Junglas nochmals am Keeper der Hausherren (75.), aber nur eine Zeigerumdrehung später sorgte Müller für Jubel unter den zahlreichen Arminia-Fans. Damit war der Bann gebrochen und Bielefeld hatte sich auf Meisterschaftskurs gebracht.

Schorch trifft ins eigene Tor – MSV kommt nicht zum Zug

Ebenfalls bereit feiern durfte der MSV Duisburg und auch die Zebras taten sich bei ihrem vorerst letzten Drittligaspiel sehr schwer. In Wiesbaden waren die Gäste von Beginn unterlegen und brachten sich zudem nach zwölf Minuten selbst in Rückstand: Nach einer Flanke von Schnellbacher war Schorch im eigenen Strafraum unglücklich zur Stelle und brachte den Ball im Tor unter. Zwar hatte auch der MSV seine Chancen, doch der Großteil des Spiel ging an die motivierten Gastgeber, die ihren Fans einen versöhnlichen Abschluss einer enttäuschenden Saison bieten wollten. Vor der Pause gelang jedoch kein Treffer mehr. Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild und der MSV war nicht in der Lage dem Stempel den eigenen Stempel aufzudrücken. Einzig die Einwechslung von Scheidhauer sorgte für Belebung, da der Angreifer in einigen Szenen für Torgefahr sorgen konnte. Auch der SVWW kam weiterhin zu einigen Torszenen, belohnte sich jedoch nicht mehr für den hohen Aufwand. Am Ende blieb es beim verdienten 1:0 der Gastgeber und die Zebras verpassten somit den Meistertitel. Die Aufstiegsparty wird in Duisburg aber dennoch weitergehen.

Edwini-Bonsu und Bahn treffen – Kickers verderben Kieler Generalprobe

Noch nichts zu feiern gab es bislang bei Holstein Kiel für die es nächste Woche in der Relegation um alles oder nichts gehen wird. In der Generalprobe gegen die Stuttgarter Kickers gelang den Störchen jedoch nicht sehr viel. Zwar kam der KSV gut in die Partie, stand defensiv gewohnt stabil und versuchte gefährlich nach vorne zu kommen, aber Gefahr kam dabei nur wenig auf. Stattdessen kämpften sich die Gäste besser ins Spiel und gingen in Führung. Edwini-Bonsu setzte sich im Duell gegen Wahl durch und bezwang Keeper Kronholm zum 1:0 (39.). Nach dem Seitenwechsel setzte der SVK dann sogar noch einen drauf: Nach einem Schuss von Engelbrecht kann Kronholm die Kugel nur vor die Füße von Bahn abwehren, der nur noch einschieben muss – 2:0 (49.). Danach versuchten die Störche weiter alles, um nochmal ins Spiel zu finden. Gegen stabile Kickers kam Kiel jedoch nur selten zu gefährlichen Aktionen und konnte diese wiederum nicht nutzen. Stattdessen hatten sie sogar noch Glück nach einem Eckball von Halimi, der am Pfosten landete (83.). So muss der KSV einen weiteren Rückschlag hinnehmen bevor es in der kommenden Woche in die Relegation geht. Die Kickers beendeten eine starke Saison siegreich und dürfen sich zumindest über die Qualifikation zum DFB-Pokal freuen.

Baumgarten besiegelt Schicksal der SpVgg – Mainz macht seine Hausaufgaben

Die SpVgg Unterhaching ist abgestiegen. Aus der Partie bei Rot-Weiß Erfurt hätten die Bayern einen Sieg gebraucht, um nochmals hoffen zu dürfen. Von Beginn taten sie sich dabei schwer und hatten es mit motivierten Gegners zu tun. RWE arbeitete sich ins Spiel und schockte die Gäste noch vor der Pause mit der Führung durch Baumgarten (42.). In der zweiten Hälfte kämpfte die SpVgg zwar, konnte den Rückstand aber nicht mehr drehen. Auch in Mainz ging es ums nackte Überleben, wobei den Rheinhessen bereits ein Punkt fast sicher gereicht hätte. Und diesen sicherte sich der FSV auch durch ein 1:1 gegen Chemnitz. Daniel Bohl (43.) und Anton Fink (75.) waren die Torschützen.

Regensburg und Dortmund II verabschieden sich mit Ausrufezeichen

Bereits vor dem Spieltag abgestiegen waren Jahn Regensburg und Borussia Dortmund II, die sich aber beide nochmal anständig aus der Liga verabschieden wollten. Und das gelang ihnen auch. Besonders Schlusslicht Regensburg konnte durch einen 4:0-Sieg gegen Fortuna Köln nochmal aufhorchen lassen. Pusch (43.) und Güntner (45.) vor der Pause, sowie zweimal Hesse (53./56.) nach dem Seitenwechsel sorgten jeweils per Doppelschlag für den Achtungserfolg. Einen solchen durfte auch der BVB bejubeln. In Münster kamen die Westfalen zu einem 2:1-Erfolg. Reichwein brachte die Preußen in der 13. Minute in Führung, doch Narey (44.) und Derstroff (51.) drehten das Spiel zugunsten der Gäste.

Grüttner und Berko drehen Energie-Führung – Osnabrück souverän

Das torreichste Spiel des Nachmittags fand in Cottbus statt Dort siegten die Gäste aus Stuttgart mit 3:2. Möhrle brachte den Energie zwar früh in Führung (4.), doch Grüttner (10./38.) und Berko (23.) brachten die VfB-Junioren noch vor der Pause deutlich auf die Siegerstraße. Auch der Anschluss durch Kleindienst (71.) konnte daran nichts mehr ändern. In Osnabrück durften die Fans nach Treffern von Menga (31.) und Iljutcenko (80.) zum Abschluss nochmals einen 2:0-Heimsieg gegen Halle bejubeln.

   
  • BDG

    Ich hätte als Hansa-Fan aus Thüringen nicht daran gedacht mich einmal bei RWE bedanken zu müssen. Hut ab für solch eine Sportlichkeit! Man hätte sich ja auch zurück lehnen können. Wie es aber auch anders geht zeigt das Bsp. Cottbus.Ich hoffe die fliegen demnächst aus der 3.Liga.Und ich hoffe das der A…. -Torwart Kirsten aus DD nirgendwo Anstellung erhält. "Wir schießen heute Hansa in die 4. Liga". Mit dem Charakter nicht mal für Amateure geeignet.Alles Schlecht von mir Herr K.
    Das bis zum Schluß zittern hat sich aber Hansa selber zu zuschreiben. Ich hoffe an der Ostsee zieht man endlich die richtigen Lehren und mistet gründlich aus.Die Spieler die man auf jeden Fall halten sollte sind Bickel, Ziemer, Weidlich, Hüsing, Alschwede,Grupe, Ikeng,Ruprecht, Schuhen,Fardi,Kofler. Bei Baumann als Trainer bin ich mir nach den letzten Spielen nicht sicher, ob damit ein wie auch immer gearteter Aufbruch gelingt.Die Co-Trainer würden bei mir als erste gehen müssen.Egal wie, ich freue mich, dass es zumindest in Liga 3 weiter geht!

    • Peter

      Inwiefern zeigt das das Beispiel Cottbus? Man hat, nachdem es um nichts mehr ging, noch die Stuttgarter Kickers aus dem Aufstiegsbereich geschossen und ein umkämpftes 3:3 gegen Unterhaching erreicht. Auch gegen Rostock hat man sich nicht zurückgelehnt, auch, wenn es zu eurem Schaden war. Dass man dann in einem wichtigen Spiel (gegen Dortmund II) durchhängt kommt auch unabhängig einer "Sportlichkeit" vor.

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