Arminia Bielefeld: Krämer unter Druck, aber mit Rückendeckung

Es ist kein Geheimnis des Fußballs. Wenn eine Mannschaft sieben Spiele in Folge verliert, nur ein Tor erzielt und auf einem Abstiegsplatz steht, wäre in 90 Prozent der Fälle bereits die Reißleine gezogen und der Trainer entlassen worden. Nicht so im Falle von Arminia Bielefeld. Der Aufsteiger aus der 3.Liga, der furios in die Saison gestartet war, hält weiterhin an seinem Trainer fest. Doch nach der 0:2-Niederlage gegen den VfL Bochum am vergangenen Freitag gab es eine Sitzung bis tief in die Nacht, um die aktuelle Lage zu analysieren.

Krämer bleibt, zumindest vorerst

In dieser Sitzung wurde beschlossen, dass Stefan Krämer auch im nächsten Spiel der Ostwestfalen auf der Bank sitzen wird. Spekulationen über ein Ultimatum, wie es die Bild-Zeitung titelte, wiesen die Verantwortlichen klar von sich. Krämer selbst ist sich der Situation sehr wohl bewusst. Gegenüber der "Neuen Westfälischen" äußerst sich Krämer auf die Frage, ob er die Situation als heikel empfindet: "Zugespitzter als jetzt geht’s doch kaum noch. Wir müssen die Situation realistisch sehen." Dennoch ist ihm die Rückendeckung des Präsidiums eine Hilfe. Und auch von Seiten der Fans bekommt er Rückendeckung. Auf Facebook hat sich bereits eine Initiative "Pro Stefan Krämer" gebildet. Dem Großteil der Anhänger der Arminen scheint es zu befürworten, dass Krämer auch bei einer Niederlage in Frankfurt Trainer der Bielefelder bleibt. Die harte Konkurrenz in der 2. Liga und der Einsatz, den der Trainer für den Verein erbracht hat, ist demnach immernoch präsent. Hoffnung macht, dass man in vielen der Spielen, die verloren wurden, auf Augenhöhe mit dem Gegner war und sich das Lazarett langsam lichtet. Mit Tom Schütz, Fabian Klos, Johannes Rahn, Jan Fießer, Thomas Hübener und Marcel Appiah stehen sechs wichtige Spieler zumindest wieder spielbereit zur Verfügung, die in den letzten Wochen dauerhaft, oder immer wieder ausfielen.

FOTO: Manuel Grosenick

   
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