Arminia Bielefeld: In Etappen zurück nach oben

Nach gerade einmal einem Jahr in der 2. Bundesliga ist der DSC Arminia Bielefeld wieder in der 3. Liga gelandet. Wie schon nach dem letzten Abstieg vor rund drei Jahren, stehen die Ostwestfalen vor einem Neuanfang, der sich unter äußerst schwierigen finanziellen Bedingungen vollziehen muss. Dennoch planen die Ostwestfalen sich Stück für Stück wieder aus dem aktuellen Schockzustand des Abstieges herausarbeiten zu wollen. Im Folgenden gibt liga3-online.de einen Ausblick über die wichtigsten Etappenziele der Blauen.

1. Lizenz erhalten

Das absolut höchste Ziel ist der Erhalt der Lizenz für die 3. Liga. Am Dienstag hat der Verein seine Unterlagen beim DFB eingereicht und wartet nun auf die Entscheidung aus Frankfurt. Rund 25 Millionen Euro Verbindlichkeiten drücken den Traditionsclub aus Ostwestfalen. Zusammen mit einigen Sponsoren, darunter vor allem Gerry Weber, einer außergewöhnlich hohen Unterstützung seitens der Fans und Unterstützer des Vereins und einem engagierten Rettungsplan, soll der Verein auch in der 3. Liga an den Start gehen können.

2. Das Trainerkonzept umsetzen

Mit Norbert Meier geht der DSC auch in die kommende Saison. Trotz des bitteren Abstieges und des schwachen Einstandes des Trainers wollen die Verantwortlichen an ihm festhalten. Besonders im Saisonendspurt zeigte sich die Handschrift des neuen Trainers in der Spielweise der Arminia. Wenn Meier nun nach seinen eigenen Vorstellungen in eine Saison gehen und die Mannschaft formen kann, so könnte sein Konzept den Ostwestfalen durchaus viel Erfolg bescheren.

3. Eine Mannschaft zusammenstellen

Nach dem Abstieg ist eine Neuzusammenstellung des Kaders für die Ostwestfalen sicherlich nicht ganz einfach. Mit Vujadin Savic, Ben Sahar, Kacper Przybylko, Phlipp Riese, Anass Achahbar, Arne Feick und Patrick Schönfeld und Thomas Hübener werden mindestens acht Akteure den Verein wohl sicher verlassen. Zudem laufen die Verträge mit Patrick Platins, Jarno Peters, Felix Burmeister, Marcel Appiah, Dennis Riemer, Tim Jerat, Johannes Rahn, Sebastian Hille, Philipp Heithölter und Christian Müller aus. Ob die Stammspieler Stefan Ortega, Tom Schütz oder Fabian Klos gehalten werden können, bleibt auch äußerst fraglich. Zurückkehren wird in jedem Fall Pascal Testroet (VfL Osnabrück). Die Vertragslage des ausgeliehenen Francky Sembolo (Hallescher FC) und von Oliver Petersch bleibt dagegen weiterhin ungeklärt. Trotz der angespannten Lage gibt der Verein aus, in der kommenden Saison mit einer Mannschaft an den Start gehen zu wollen, die auch um den Aufstieg spielen kann. Erster prominenter Zugang ist dafür Daniel Brinkmann von Energie Cottbus. Der Mittelfeldspieler war schon in der Bundesliga beim FC Augsburg aktiv und soll der Mannschaft halt geben.

4. Zusammen zurück nach oben

Dass man den Aufstieg aber nicht als zwingendes Ziel ausgibt, beweist die Lernfähigkeit der Ostwestfalen. Nach dem ersten Abstieg in die 3. Liga konnte man den weiteren Abstieg gerade so verhindern. Mit Rot-Weiß Oberhausen und Alemannia Aachen sind in den letzten Jahren schon zwei Absteiger aus der 2. Bundesliga direkt weiter durchgereicht worden. Vielmehr möchte man zusammen mit den Fans, den Investoren und der neuen hungrigen Mannschaft dieselbe Energie entfachen, wie beim letzten Aufstieg 2013. Über den Zusammenhalt soll der Verein möglichst bald wieder in die 2. Bundesliga zurückkehren.

FOTO: ostwestfalensgloria.de

 

 

   
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