Osnabrück festigt Spitzenposition

Der Tabellenzweite VfL Osnabrück darf auch nach dem 36. Spieltag weiterhin in Richtung 2. Bundesliga schauen. Am Samstagnachmittag schlugen die Lila-Weißen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund mit 2:1.

Im Vergleich zum Spiel letzte Woche gegen den SSV Jahn Regensburg musste VfL-Coach Karsten Baumann eine Änderung in der Startelf vornehmen. Für den verletzten Alexander Krük rückte Björn Lindemann ins Mittelfeld. Außerdem ließ er seine Elf beim Spiel mit zwei Sturmspitzen auflaufen – Bencik und Kotuljac sollte für die nötigen Tore sorgen. Bereits in der Anfangsphase spielte sich der VfL einige gute Chancen heraus. So setzte Matthias Heidrich in der 7. Minute Kotuljac wunderbar in Szene, der dann bedrängt von einem Dortmunder Abwehrspieler in Richtung Tor lief und letztendlich am BVB-Schlussmann Marcel Höttecke scheiterte.

In den darauffolgenden Minuten passiert auf beiden Seiten kaum etwas, was umso erstaunlicher ist, denn beide Mannschaften benötigen dringend einen Sieg, um ihre Saisonziele zu erreichen. Für den BVB II ging es gar um die letzte Hoffnung, denn nur ein Dreier würde sie noch hoffen lassen. Knapp 15 Minuten vor der Pause kam dann die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund II gefährlich vor das Tor von Tino Berbig, der zunächst noch einen Schuss von Lasse Sobiech über die Latte lenken konnte. Die anschließende Ecke aber beförderte Sebastian Tyrala dann aber unhaltbar ins Tor der Lila-Weißen und so stand es nach 35 Minute 1:0 für die Heimmannschaft.

Angefeuert von den mitgereisten VfL-Fans gab sich Osnabrück nun allerdings keinesfalls auf und hatte direkt im Anschluss an das Tor die Möglichkeit zum Ausgleich (35.). Von nun an wirkte der Tabellenzweite entschlossen, noch vor der Pause die Partie zu wenden. In Minute 40 wird der Ball durch Björn Lindemann in den Strafraum gespielt, Höttecke kann zunächst noch abwehren allerdings genau vor die Füße von Aleksander Kotuljac, der dann eiskalt verwandelte. Der Jubel bei den 7.000 Osnabrück-Fans im Signal-Iduna-Park kannte natürlich keine Grenzen. In den letzten Minuten der 1. Halbzeit passierte dann nichts mehr vor den Toren und so gingen die beiden Teams mit einem 1-1 in die Kabinen.

Halbzeit 2 startete zunächst mit einem Schuss des BVB von Julian Koch, den VfL-Keeper Berbig aber ohne Probleme über die Latte lenken konnte. Knapp 50 Minuten waren nun gespielt und die Niedersachsen kamen mit Benjamin Sieger über die linke Seite, er flankte in die Mitte, der Ball findet im Strafraum dann zu Bencik, der wiederum sieht den völlig freien Kotuljac in der Mitte, er passt zu ihm, doch der Stürmer vergibt diese gute Chance. Nur wenige Minuten später kam der Ball wieder gefährlich vor das BVB-Tor. Diesmal flankte Bencik von der rechte Seite auf den völlig freien Siegert in der Mitte, der aber auch kläglich vergibt.

Aufgrund dieser Vielzahl von vergebenden Chancen sah sich VfL-Coach Baumann zum Wechsel gezwungen und brachte Schmidt, Pinheiro und Lejan für Bencik, Hansen und Heidrich ins Spiel. In Minute 79 sollte sich dieser Wechsel auszahlen denn nach einer wunderbaren Herreingabe von Benjamin Siegert traf Joker Dennis Schmidt zunächst nur den Pfosten – Pinheiro nahm dann aber den vom Pfosten wiederkehrenden Ball und verwandelte in die unteren linken Ecke. Die Winterausleihe vom FC Kaiserslautern brachte das Stadion zum Beben, denn die unzähligen VfL-Fans waren nach dieser Führung nicht mehr zu halten.

In den letzten 10 Minuten des Spiels gab es dann lediglich noch ein paar kleinere Torchancen. Nach Abpfiff zeigten die Osnabrücker erleichtert über den 4. Auswärtssieg in dieser Saison. Für den BVB II ist nun allerdings alles vorbei. Das Team von Trainer Theo Schneider muss nach nur einem Jahr den Gang in die Regionalliga antreten.

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