Antwerpen trotz verpasstem Sieg zufrieden: "Sehr guter Auftritt"

Mit etwas mehr Zielgenauigkeit hätte der 1. FC Kaiserslautern direkt zum Auftakt drei Punkte mitnehmen können, doch weil die letzte Konsequenz fehlte, stand im Duell gegen Eintracht Braunschweig am Ende ein 0:0. Trainer Marco Antwerpen zeigte sich trotz des verpassten Siegs aber zufrieden.

FCK nutzt Chancen nicht

Erst scheiterte René Klingenburg an Eintracht-Keeper Jasmin Fejzic (19.), dann setzte Elias Huth einen Kopfball nur knapp über die Latte (40.), ehe auch Marlon Ritter (67.) und Kenny-Prince Redondo (72.) in Fejzic ihren Meister fanden: Nein, über fehlende Chancen konnte sich der FCK an diesem Samstagnachmittag nicht beklagen – doch der Ball wollte einfach nicht über die Linie gehen. Dabei waren die Roten Teufel gerade in der zweiten Halbzeit drückend überlegen, Trainer Marco Antwerpen sprach bei "MagentaSport" von einem "kontinuierlichen Powerplay". Dazu gehöre aber auch, "dass man vor dem Tor cool bleibt und das Ding einfach mal reinhämmert", so der Coach.

Das war den Pfälzern im Duell mit dem Zweitliga-Absteiger allerdings nicht vergönnt, sodass lediglich ein Zähler heraussprang. Und dennoch: Von Unzufriedenheit war bei Antwerpen keine Spur: "Das war ein sehr guter Auftritt", lobte der 49-Jährige und erinnerte daran, dass mit seinem Ex-Klub Eintracht Braunschweig "keine Kirmestruppe" auf dem Platz gestanden habe. Entsprechend wertete es Antwerpen als Erfolg, lediglich einen Pfostenschuss von Martin Kobylanski zugelassen zu haben (10.). Auf die solide Abwehrleistung kann der FCK aufbauen.

Rückkehr der Fans: "Überragendes Gefühl"

"Es war das erste Spiel, da kann nicht alles klappen", sagte auch Mike Wunderlich. Der Neuzugang von Viktoria Köln hatte selbst einige Möglichkeiten auf ein Tor, setzte aber gleich zwei Freistöße in die Mauer. "Ich bin kein David Beckham, der jeden Freistoß reinhaut", meinte der 35-Jährige. "In der zweiten Halbzeit haben wir uns gesteigert, da hat man gesehen, was möglich ist."

Dass erstmals seit Mitte Oktober wieder Fans auf dem Betzenberg waren – 15.000 waren erlaubt, 10.600 kamen – sorgte bei Antwerpen für ein "überragendes Gefühl. Der Betze hätte richtig gebebt, wenn ein Tor in der letzten Minute gefallen wäre. Das hätte uns richtig gut getan". Auch Wunderlich zeigte sich von der stimmungsvollen Kulisse angetan und verspürte nach eigenen Angaben Gänsehaut beim Aufwärmen. "Das hat mir noch mal gezeigt, dass es richtig war, hierhin zu wechseln."

Raab neuer Stammkeeper

Gewechselt hat auch Antwerpen – und zwar den Torhüter. Statt Avdo Spahic, der in der letzten Saison die Nummer 1 war, stand Youngster Matheo Raab zwischen den Pfosten und ist neuer Stammkeeper. Dem FCK-Coach zufolge sei die Entscheidung zugunsten des 22-Jährigen vor allem durch seine Leistungen in den Testspielen und dem Training gefallen. "Er hat heute gezeigt, dass die Entscheidung, auf ihn zu setzen, die richtige war", so Antwerpen. Am nächsten Samstag reist der FCK zum SV Meppen und will dort den ersten Sieg einfahren. Ob auch Philipp Hercher dann wieder mitwirken kann, ist offen. Der 25-Jährige musste bereits nach 32 Minuten vom Platz, nachdem er sich eine Verletzung im Adduktorenbereich zugezogen hatte. Eine Diagnose lag nach Abpfiff noch nicht vor. Sollte er ausfallen, stünde Dominik Schad bereit, der sein Comeback nach neunmonatiger Verletzungspause feierte.

   
  • RoadToChampionsLeague

    Uns fehlt einfach der klare Mittelstürmer vorne drin. So werden wir weder mit dem Abstieg und auch mit dem Aufstieg nichts zu tun haben. Vielleicht tut uns eine Übergangssaison aber auch mal ganz gut.

  • Luzifer98

    Sehe ich komplett anders als unser Trainer. Gegen schwache und neu zusammengestellte Braunschweiger hätten wir gewinnen müssen, so wird das nichts mit dem Aufstieg.

    • FCK1900

      Macht mal halblang mit dem Wort „Aufstieg“. Freut euch doch lieber darauf, eine vielleicht sorglose und unaufgeregte Saison zu sehen.
      Falls man wirklich gut spielt und viele Spiele gewinnen sollte, ja dann kann man darüber reden. Ich weiß ja selber, wie es sich so anfühlt als FCK-Fan.

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