Anfang nach 5:1-Sieg: "Endlich die richtige Mentalität gezeigt"

Mit dem 5:1 (2:1) gegen Fortuna Köln ist Holstein Kiel der bisher höchste Saisonsieg gelungen. Es war zugleich der erste Dreier im Jahr 2017 nach zuletzt vier sieglosen Spielen. Entsprechend gut war die Stimmung bei den Störchen nach dem Schlusspfiff.

Frühe Führung

"Wir wollten nach der schlechten zweiten Halbzeit gegen Aalen eine Reaktion zeigen", betonte Kapitän Rafael Czichos: "Das ist uns über fast die gesamte Spielzeit gelungen." Wie zwei Wochen zuvor beim Heimspiel gegen den VfR Aalen war Holstein früh mit 2:0 in Führung gegangen. Im Aalen-Match schalteten die Kieler danach jedoch einen Gang zurück und kassierten noch das 2:2. Diesmal blieben die Störche bissig und ließen sich auch durch Hamdi Dahmanis Anschlusstreffer Sekunden vor dem Pausenpfiff nicht aus dem Konzept bringen. "Das Gegentor war vielleicht gar nicht so schlecht für uns, das hat die Spannung nach der Pause hoch gehalten“ so Alexander Bieler, Torschütze zum 1:0. Auf Bielers Treffer in der 28. Minute folgte nur zwei Minuten später das 2:0. Manuel Janzer, der den Doppelschlag vollendete, stand dabei im Abseits, aber Schiedsrichter Alexander Sather erkannte das Tor an – Glück für die Kieler.

Fetsch nimmt den Konkurrenzkampf an

Knackpunkt des Spiels war das Blitztor zum 3:1, nur 15 Sekunden nach Beginn der zweiten Halbzeit. Mathias Fetsch luchste Boné Uaferro das Leder ab und vollendete im Sololauf. Dem Mittelstürmer gelang sein fünfter Saisontreffer – und der erste seit Ende September. "Nach dem Tor ist mir eine Riesenstein vom Herzen gefallen“, bekannte Fetsch und sprach von einer „Riesenerlösung“. Auch wegen der Torflaute im Sturmzentrum hatte Holstein in der Winterpause auf dem Transfermarkt zugeschlagen und mit dem immer noch verletzten Marvin Ducksch sowie Ilir Azemi gleich zwei Spieler für die vorderste Reihe verpflichtet. Fetsch scheint der Konkurrenzkampf zu beflügeln. Bereits im Aalen-Spiel zeigte er eine starke Leistung und bereitete beide Kieler Treffer vor.

Zuschauer-Minuskulisse

Nach der gelb-roten Karte für Uaferro in der 59. Minute hatte Holstein endgültig leichtes Spiel. Dominik Drexler erhöhte nach einer Stunde per Foulelfmeter auf 4:1 und erzielte dabei sein sechstes Saisontor. Ein Eigentor von Cedric Mimbala brachte nach 72 Minuten den Endstand. Trainer Markus Anfang zeigte sich erfreut, dass seine Elf ihre Torchancen effektiv nutzte und über 90 Minuten auf hohem Niveau agierten. Denn das war im Laufe der Spielzeit häufig nicht der Fall. "Es war ein Mentalitätsspiel“, so Anfang. "Wir haben gute Spiele abgeliefert, aber diese Mentalität haben wir in manchen Spielen in den entscheidenden Momenten nicht gezeigt.“ Auch wegen der durchwachsenen Leistungen des Teams fand der Kieler Rekordsieg vor einer Saison-Minuskulisse statt. Lediglich 3.952 Fans verfolgten das Spiel.

   

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