Amir Shapourzadeh: Das Wunder von Offenbach

Das Spiel gegen den VfL Osnabrück war Amir Shapourzadeh Premiere im Trikot von Kickers Offenbach. Dass es soweit gekommen ist, grenzt an ein kleines Wunder. Die Spielberechtigung für den Deutsch-Iraner sei „aus heiterem Himmel gekommen“, so Ramon Berndroth gegenüber der "Offenbacher Post". Und etwas in die Trickkiste greifen mussten die Kickers dafür auch. Als im Dezember Amir Shapourzadeh beim OFC vorgespielt und Trainer Arie van Lent Gefallen an dem Ex-Bundesligaprofi gefunden hatte, standen die Kickers vor einem Problem.„Wir wussten, dass Amir nicht frei war“, erinnert sich Berndroth. „Wir wussten aber auch, dass der Weltverband die vorläufige Freigabe erteilen kann.

250 Euro pro Monat

Aber das hätte der DFB beantragen und Amir dafür ein Spieler unseres Vereins sein müssen.“ Der DFB hatte den Kickers aufgrund ihrer angespannten Finanzlage aber untersagt, diese Saison weitere Spieler zu verpflichten. Den entscheidenden Impuls kam von Amir Shapourzadeh selbst  „Er hat gesagt, er würde zur Not auch ein halbes Jahr von seinem Ersparten leben, um bei uns zu spielen“, so Berndroth. Da in der 3. Liga das vorgeschriebene Mindestgehalt deutlich unter dem der Bundesligen liegt, stellten die Kickers den Antrag, Shapourzadeh bei einem Gehalt von 250 Euro pro Monat bis zum Saisonende verpflichten zu dürfen. Und der Verband stimmte zu. „Amir sponsert sich quasi selbst“, sagt Berndroth. „Für mich ist er ein echter Kickers-Mann, weil er sich mit Herz und Hirn dafür eingesetzt hat, für uns zu spielen.“

FOTO: Flohre Fotografie

 

 

   
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