"Aller Ehren wert": Ristic von Moral seiner Mannschaft beeindruckt

Auch im vierten Spiel unter der Leitung von Sreto Ristic blieb der Hallesche FC ungeschlagen, musste sich gegen den SC Verl nach einem frühen 0:2-Rückstand aber mächtig strecken. Eine Moral, die den Chefcoach beeindruckte.

"Riesen-Kompliment an meine Mannschaft"

Mit ein bisschen Glück wäre Halle in der Schlussphase noch der Lucky-Punch geglückt, doch am Ende ging das 2:2 in Ordnung – vor allem wenn man bedenkt, wie Halle in die Partie gekommen war. Bereits nach drei Minuten ging Verl in Führung, keine 20 Zeigerumdrehungen später erhöhte der Sportclub auf 2:0. Beide Mal sah Torhüter Felix Gebhardt nicht allzu gut aus. "Ich hätte nicht gedacht, dass wir die ersten 20 Minuten so verschlafen", sagte Ristic im "MagentaSport"-Interview. "Die Mannschaft war da gar nicht auf dem Platz, wir waren viel zu passiv." Und wenn es ganz schlecht läuft, steht es nach einer halben Stunde bereits 0:3.

Doch wie der HFC anschließend zurückkam, beeindruckte Ristic: "Wir haben gezeigt, was in uns steckt. Wir sind mutig geworden und hatten nichts mehr zu verlieren." Noch vor der Pause verkürzte Tunay Deniz nach einem Patzer von Thiede im Verler Tor auf 1:2, ehe Tom Zimmerschied nach 54 Minuten auf 2:2 stellte. "Es ist aller Ehren wert, dass wir hier auswärts nochmal zurückkommen. Daher ein Riesen-Kompliment an meine Mannschaft", lobte Ristic, der sein Team starkredete: "Wir können Fußball spielen und brauchen nicht in Angst zu erstarren."

Kreuzer gesperrt

Das sah auch Zimmerschied so: "In der ersten halben Stunde haben wir kein Land gesehen, so ehrlich muss man sein. Nach dem Rückstand hat man schon eine gewisse Verunsicherung gespürt. Dann hat vieles nicht funktioniert. Wir sind dann aber mutiger angelaufen und haben mehr probiert." Zu seinem Tor sagte der 24-Jährige: "Ich habe in dieser Saison schon viele Tore gemacht, weil ich am zweiten Pfosten gelauert habe. Das hat heute wieder funktioniert." Auch, weil Berko eine perfekte Vorlage gab: "Er macht extrem viel Tempo auf außen bringt gute Flanken. Das klappt im Moment ganz gut."

So blieb der HFC auch im vierten Spiel unter Ristic geschlagen und liegt vor den weiteren Partien des Spieltages nun einen Punkt vor der Abstiegszone. Sich weiter von unten absetzen kann Halle bereits am Dienstag zuhause gegen Viktoria Köln. Dann allerdings ohne Niklas Kreuzer, der in der dritten Minute der Nachspielzeit seine fünfte gelbe Karte gesehen hat. Nach Jonas Nietfeld (Außenbandriss) fällt damit auch der zweite Kapitän aus. Dafür kehrt Niklas Landgraf nach Gelb-Sperre zurück. Setzte der HFC seine Serie fort? Ristic hätte sicherlich nichts dagegen einzuwenden, "doch auf einen 0:2-Rückstand kann ich in Zukunft verzichten".

 

   
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