Aachen-Fans können Preis für die Dauerkarten selbst bestimmen

Wie liga3-online.de bereits heute Vormittag berichtete, verlieren alle 8.500 Dauerkarten von Alemannia Aachen mit sofortiger Wirkung ihre Gültigkeit. Wer im kommenden Jahr ein oder mehrere Spiele live im Stadion verfolgen möchte, muss ein neues Ticket kaufen. "Ein wesentlicher Grundsatz der Insolvenzordnung ist es, dass alle Gläubiger, die berechtigte Ansprüche gegen die Alemannia Aachen GmbH aus der Zeit vor Insolvenzantragsstellung haben, gleich behandelt werden müssen. Daraus folgt, dass der Dauerkartenbesitzer genauso behandelt werden muss, wie zum Beispiel der Lieferant von Waren, dessen Lieferung vor Insolvenzantrag bei der Alemannia ankam, die Rechnung aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Vereins aber bis heute nicht bezahlt werden kann. Alle Verbindlichkeiten, die vor Insolvenzantrag gegenüber der Alemannia Aachen GmbH entstanden sind, dürfen derzeit nicht bedient werden."

„Wir müssen uns hier an die Gesetze halten und haben keinen Spielraum“, sagt Michael Mönig, Sanierungs-Geschäftsführer der Alemannia Aachen GmbH. Davon betroffen sind auch die Guthaben auf den Payment Karten. Auch dieses Geld kann nicht zurückgezahlt werden. Speisen und Getränke müssen in der Rückrunde bar bezahlt werden.

 „Wir hoffen hier auf die Solidarität unserer Fans“

Um aber den Schaden der Fans von Alemannia Aachen so gering wie möglich zu halten, bieten die Verantwortlichen der Alemannia den Fans an, selber zu bestimmen, wieviel ihnen eine neue Dauerkarte für die verbleibenden acht Heimspiele der Rückrunde in der Dritten Liga wert ist. „Wir hoffen hier auf die Solidarität unserer Fans“, sagt Michael Mönig. Der Erlös aus diesem Verkauf kommt dem Fußball-Kader der Alemannia zugute, der in der Rückrunde trotz vorläufigem Insolvenzverfahren den sportlichen Verbleib in der Dritten Liga sichern soll. Inhaber von Dauerkarten können sich gegen einen freiwilligen Betrag ihre Karte für die Rückrunde auf den bekannten Wegen freischalten.

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