8 Punkte Vorsprung! Paderborn kommt Aufstieg immer näher

Pünktlich zum Saisonfinale hat der SC Paderborn seine Gala-Form aus der Hinrunde wiedergefunden – und wie! Nach dem 5:0-Sieg gegen den VfR Aalen am vergangenen Spieltag setzten die Ostwestfalen gegen Jena am Samstag noch einen drauf und schossen die Thüringer mit 6:0 aus der Benteler-Arena. Es war eine Machtdemonstration des SCP, der dem Aufstieg immer näher kommt.

Baumgart verfällt nicht in Euphorie

Trainer Steffen Baumgart ist kein Mann der großen Worte. Seine Analysen auf den Pressekonferenzen fallen stets nüchtern und trocken aus – selbst nach einem berauschenden Spiel wie beim 6:0 gegen Jena. Zumindest äußerlich ließ sich der 46-Jährige, der nun seit fast genau einem Jahr im Amt ist, nichts vom Kantersieg anmerken: "Ich freue mich über die drei Punkte und bin mit dem Ergebnis und der Höhe des Sieges sehr zufrieden", so sein überaus sachliches Statement. Dabei hätte Baumgart allen Grund gehabt, in Euphorie zu verfallen. Denn was seine Mannschaft zuvor ablieferte, war einmal mehr ein klares Signal an die Konkurrenten im Aufstiegskampf und eine deutliche Machtdemonstration. Zwar tat sich der Tabellenführer in den ersten 20 Minuten zunächst etwas schwer, doch dann sorgten Christopher Antwi-Adjej (22. / 35.) und Sven Michel (37.) mit ihren Toren innerhalb einer Viertelstunde noch vor der Pause für die Vorentscheidung.

Zweistelliges Ergebnis war möglich

In der zweiten Halbzeit spielte sich Paderborn dann endgültig in einen Rausch, zeigte allerfeinsten Fußball und schraubte den Spielstand mit den Treffern von Michel (64. / 82.) und Yeboah (85.) auf 6:0 hoch. Ein überdeutliches Ergebnis, mit dem die Gäste aus Jena, die seit August auf einen Auswärtssieg warten, aber noch gut bedient waren. Allein bei ihrem Keeper Jo Coppens kann sich der Aufsteiger bedanken, dass es am Ende "nur" sechs Gegentore waren. Denn gegen Tietz (66.), Klement (66.), Michel (72.), Yeboah (75. / 79. / 87.) und Ritter (75.) hielt der 27-jährige Keeper in der zweiten Halbzeit jeweils überragend und verhinderte damit ein zweistelliges Ergebnis – das war absolut drin. Auch deswegen, weil Paderborn in der Schlussphase nicht einen Gang zurückschaltete und mit sichtlich überforderten Gästen keine Gnade zeigte. "Das zeichnet die Mannschaft aus", weiß auch Baumgart. Und während der SCP in den vergangenen beiden Spielen elf (!) Tore erzielt hat, hielt die Abwehr am Samstag bereits zum fünften Mal in Folge dicht. So spielt ein Aufsteiger! 75 Tore und 70 Punkte nach 33 Spielen sprechen eine eindeutige Sprache.

"Gehe stark davon aus, dass wir das schaffen"

Auch die Tabelle lässt keine Zweifel zu: Der SC Paderborn kommt der 2. Bundesliga immer näher. Fünf Spieltage vor Saisonende liegen die Blau-Schwarzen acht Punkte vor dem Drittplatzierten Wiesbaden, auf den sie innerhalb von nur zwei Spielen sechs Punkte und elf Tore gewonnen haben – was für eine Ansage! Schon in zwei Wochen beim Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching könnten die Ostwestfalen – bei optimalen Ergebnissen der Konkurrenz – den Aufstieg perfekt machen. Doch so oder so: Die 2. Bundesliga wird Paderborn kaum noch zu nehmen sein – zu bestechend ist die momentane Form: Seit neun Spielen ist der SCP ungeschlagen und gewann fünf der letzten sechs Spiele. Auch Sven Michel, der am Samstag an vier Toren direkt beteiligt war und in 33 Spielen beeindruckende 28 Scorerpunkte gesammelt hat, ging am WDR-Mikrofon "stark davon aus, dass wir den Aufstieg schaffen." Und dann wird man auch Steffen Baumgart die Freude über eine überragende Saison ansehen.

 

   
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