"Absolut verdienter" Sieg: Hansa rückt näher oben ran
Mit dem dritten Sieg in Folge beim 3:0 gegen Jahn Regensburg hat sich Hansa Rostock in der Tabelle noch näher an die Aufstiegsplätze herangeschoben – und will den Rückstand bis zur Winterpause weiter verkürzen. Trainer Daniel Brinkmann war nach dem deutlichen Auswärtssieg "rundum zufrieden".
"Komplette Kontrolle" gehabt
Erst traf Voglsammer zum 1:0 (32.), dann machten die beiden eingewechselten Holten (71.) und Kinsombi (89.) den klaren Erfolg beim Zweitliga-Absteiger perfekt. Im Interview mit "MagentaSport" bezeichnete Trainer Daniel Brinkmann diesen als "absolut" verdient, da sein Team "die komplette Kontrolle" gehabt und "sehr wenig" weggegeben habe. Zwar könne man darüber diskutieren, ob der Sieg am Ende vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen ist, wie der 39-Jährige betonte. Gleichwohl habe Hansa die Chance gehabt, mit vier, fünf Toren wegzuziehen. Zudem verschoss die Kogge, die ab der 37. Minute in Überzahl war, noch einen Elfmeter.
"Ich bin aber sehr zufrieden mit der Herangehensweise, wie die Mannschaft es angenommen hat. Der Platz war mit dem ganzen Sand drauf nicht leicht zu bespielen, dafür haben wir noch einen sehr ordentlichen Ball gespielt." Dass Voglsammer beim 1:0 den Nachschuss verwandelte, werde explizit trainiert, wie Brinkmann berichtete: "Wenn die Jungs beim Torschusstraining den Nachschuss nicht nehmen, dann drehe ich durch, weil ein Nachschuss gehört einfach mit dazu. Und so ist es eben auch passiert, dass wir zweimal gut nachsetzen und da eine entsprechende Präsenz ausgestrahlt haben."
Uphoff seit 282 Minuten ohne Gegentor
Neben der Offensivstärke zeichnet Hansa derzeit auch eine große defensive Stabilität aus. Schon zum vierten Mal in den letzten sechs Partien blieb der FCH ohne Gegentor, Torhüter Benjamin Uphoff ist bereits seit 282 Minuten zu Null. Wie es dazu kam? Der Keeper nannte die Umstellung auf Viererkette vor einigen Wochen als Hauptgrund. Danach habe Hansa zwar "zwei, drei Spiele gebraucht", um die Abläufe zu verinnerlichen. "Aber grundsätzlich ist die Tendenz in den letzten sechs Spielen sehr gut, da können wir uns überhaupt nicht beschweren." Gleich fünfmal ging Hansa in diesem Zeitraum als Sieger vom Platz, hinzukam ein Remis. Im Liga-Vergleich war kein Team besser.
Die Folge: In der Tabelle haben sich die Rostocker inzwischen auf Rang sechs vorgearbeitet – und liegen vorerst nur noch zwei Punkte hinter dem Relegationsplatz. "Die Mannschaften oben haben gestern alle gewonnen, also haben wir gesagt, dass es schon sehr gut wäre, wenn wir heute auch drei Punkte holen, um dranzubleiben", so Uphoff. "Jetzt hoffen wir einfach, dass wir bis Weihnachten vielleicht noch den einen oder anderen Punkt verkürzen können." Als nächstes geht es am kommenden Sonntag zu Hause gegen Alemannia Aachen.