Abgeschlagen Letzter: Duisburg vor direktem Wiederabstieg

Erst vor rund einem Jahr feierte der MSV Duisburg den Aufstieg in die 2. Bundesliga, nun deutet alles auf die sofortige Rückkehr in die 3. Liga hinten. Nach der 0:2-Heimpleite gegen Heidenheim am vergangenen Freitag beträgt der Rückstand zum Relegationsplatz bereits sechs Punkte. Der direkte Wiederabstieg ist kaum noch abzuwenden.

Nur noch sechs Spiele

Nach dem Lizenzentzug drohte der MSV Duisburg 2013 in den Niederungen des deutschen Fußballs zu versinken. Doch nur zwei Jahre später meldeten sich die Zebras mit dem Aufstieg in die Zweite Liga zurück. Doch nun droht der schnelle und ebenso bittere Gang zurück in die Drittklassigkeit. Desaströse 19 Punkte haben die Meidericher sechs Spieltage vor Schluss auf dem Konto. Das 0:2 gegen Heidenheim war ein erneuter Nackenschlag, der direkte Klassenerhalt ist bei neun Zählern Rückstand auf den rettenden 15. Platz eher theoretischer Natur. Allein das Erreichen von Relegationsplatz 16 ist schwer genug. Sechs Punkte fehlen zum TSV 1860 München.

MSV trifft noch auf Top-Trio

Offensichtlich mangelt es an sportlicher Qualität. Der MSV stellt nicht nur den schwächsten Angriff (23), sondern auch die schlechteste Defensive mit 46 Gegentreffern (mit Paderborn und Frankfurt). Mickrige drei Saisonsiege sind die Konsequenz. Der Trainerwechsel von Gino Lettieri auf Ilja Gruev brachte nichts ein. Die Einkaufspolitik in der Winterpause schlug fehl. Torlos-Torjäger Tomané, im Winter vom portugiesischen Klub Vitoria Guimaraes gekommen, gelang in neun Spielen fast nichts. Gegen Heidenheim kam er nur noch von der Ersatzbank. Derzeit gibt es kaum etwas, das Fans, Spielern und Verantwortlichen Hoffnung macht. Die Zebras brauchen nicht nur eigene Siege, sondern müssen auch auf Patzer der Konkurrenz hoffen. In Nürnberg, Freiburg und Leipzig trifft man noch auf das Top-Trio der Liga. Ein Klassenerhalt käme einer Sensation gleich.

 

 
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