Aalen vor Würzburg: Vollmann fordert "Aktivität auf dem Platz"

Die Formkurve in Aalen zeigt nach oben: In den letzten drei Spielen konnte der VfR sieben Punkte einfahren. Im Heimspiel gegen Würzburg (Samstag, 14 Uhr) fordert Trainer Peter Vollmann von seinem Team dennoch eine Leistungssteigerung gegenüber der Partie in Meppen.

Nicht wieder so "kopflos" agieren wie in Meppen

Das 1:1 beim SV Meppen nagt noch immer an Aalens Cheftrainer Peter Vollmann – das war auf der Pressekonferenz deutlich zu spüren. In dieser Partie habe man "zu kopflos" agiert und eher auf den Gegner reagiert anstatt selbst Akzente zu setzen, so Vollmann. In der Auswärtspartie gegen Würzburg fordert der Aalener Coach daher von seiner Mannschaft mehr "Aktivität auf dem Platz." Man müsse "eigene Spielanteile erwerben und mit denen auch eine entsprechende Gefährlichkeit ausstrahlen können." Es dürfe auch "keine Hektik bei Ballbesitz" geben, sagte Vollmann. Wichtig ist dem 60-Jährigen darüber hinaus, dass seine Spieler "keine Angst haben, nach vorne zu spielen" – man könne sich schließlich "nicht nur auf die Defensive verlassen."

Vollmann fordert körperliche Robustheit

Als ein Mittel zum Erfolg im nächsten Spiel sieht der VfR-Trainer die Physis seines Teams an: "Es ist wichtig, dass wir auch körperlich sehr präsent sind in Würzburg, weil wir auf eine körperlich sehr intakte Mannschaft treffen." Von der Entwicklung der Würzburger Kickers zeigte sich Vollmann durchaus beeindruckt. Nach einem schwachen Saisonstart habe sich der FWK mit dem Trainerwechsel "kontinuierlich wieder reingearbeitet", konstatierte der 60-Jährige.

Die Trainingsbedingungen waren aus der Sicht Vollmanns in den letzten Tagen aufgrund der Kälte unangenehm. Fußball sei "kein Wintersport", fasste der VfR-Trainer die schwierige Situation zusammen. Man habe auf Kunstrasen trainieren müssen und die Spieler hätten über Schmerzen geklagt. Dennoch appellierte Vollmann auch an seiner Spieler: "Es ist Kopfsache, wie ich so einen Platz annehme."

Aalen in guter Form

Der VfR Aalen konnte im Kalenderjahr 2018 immerhin schon zehn Punkte sammeln, in den letzten drei Partien holte man sieben Zähler. "Das ist schon mal kein schlechtes Signal", beschrieb Peter Vollmann diese Punkteausbeute. Deshalb seien auch Positionsänderungen "nicht unbedingt erforderlich." Dennoch hat der VfR im Mittelfeld mehrere Verletzte zu beklagen: Sebastian Vasiliadis (Pfeiffersches Drüsenfieber) und Patrick Schorr (Muskelfaserriss) fehlen nach wie vor und auch der Einsatz von Lukas Lämmel ist aufgrund eines Tritts auf den Fuß im Training fraglich.

Mit neun Punkten Rückstand auf den dritten Rang hat Aalen in Würzburg vielleicht die letzte Chance, mit einem Sieg doch noch einmal ins Aufstiegsrennen einzugreifen. Doch so richtig glauben will der VfR-Chefcoach daran nicht. Er denkt, dass die Teams auf den vorderen Plätzen "zu weit weg sind, um noch mal wirklich rankommen zu können." Vollmann nimmt lieber die 42-Punkte-Marke ins Visier, um den Klassenerhalt möglichst früh zu sichern.

   
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