Aachen gegen Karlsruhe: Das ungleiche Duell zweier Absteiger

Mit Alemannia Aachen und dem Karlsruhrer SC treten heute Abend um 19 Uhr zwei Zweitligaabsteiger im direkten Duell gegeneinander an. Die Voraussetzungen könnten aber wohl unterschiedlicher nicht sein:  Während die Gäste aus Baden von der Tabellenspitze grüßen und seit nunmehr 15 Spielen unbesiegt sind, kämpft die Alemannia sportlich und finanziell um den Klassenerhalt. „Karlsruhe spielt seit Wochen konstant und hat Spieler in den Reihen, die das Spiel alleine entscheiden können“, so Alemannia-Coach René van Eck auf der Pressekonferenz vor dem Spiel. Dem Aachener Trainer sind jedoch auch die Stärken seines Teams bekannt und gibt sich daher entsprechend selbstbewusst. „Wir haben es in diesem Jahr bislang immer geschafft, das Heft in die Hand zu nehmen. Das werden wir auch diesmal versuchen.“

Eine lange Verletztenliste

Wie auch in den letzten Wochen wird der TSV wieder auf einige Akteure verzichten müssen. Florian Müller, bei dem am Dienstag ein Knorpelschaden im Knie diagnostiziert, fehlt ebenso wie die Langzeitverletzten Aimen Demai, Sascha Rösler und Thomas Stehle. Für Timmy Thiele (Rückenprobleme) und Timo Brauer (Muskelfaserriss) kommt ein Einsatz noch zu früh. Definitiv fehlen wird zudem Armand Drevina, der sich in Offenbach die fünfte Gelbe Karte einhandelte. Damit muss die Startaufstellung erneut geändert werden. Robert Leipertz (Hüftprobleme) wird am Donnerstag wieder ins Training einsteigen. Eine Option für die erste Elf ist Denis Pozder, der den Rückstand nach seiner Verletzung aufarbeiten konnte und in Offenbach kurz nach seiner Einwechslung den Ausgleich erzielte.

Kauczinski: "Wir wollen unsere Position verteidigen"

Beim KSC stehen die Zeichen dagegen voll auf Aufstieg in die 2. Bundesliga. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, soll heute Abend der erste Sieg am Tivoli überhaupt her. In bislang 15 Auftritten gelangen dem KSC lediglich zwei Remis. Cheftrainer Markus Kauczinski sagte am Donnerstag, sein Team sei „gewarnt“, trotz der prekären finanziellen Lage des morgigen Gegners. „Das wird ein ganz normales Drittliga-Spiel. Aachen ist eine gute Mannschaft, die sich nicht hängen lässt“, so Kauczinski. Fehlen werden dem KSC Danny Blum (Sperre), Dominic Peitz (Rückenprobleme) und der Ex-Aachener  Kai Schwertfeger (Schlag auf das Knie).  „Wir wollen unsere Position verteidigen und werden dafür an unsere Grenze gehen müssen. Es wird ein heißes Spiel, aber wir werden das annehmen.“

FOTO: Lennart Ebersbach

   
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