Trotz Ausfall-Flut: RWE reagiert wohl vorerst nicht auf Verletzungspech
Erst Max Geschwill, Tony Menzel und Aiman Dardari, dann Marvin Obuz und Semir Telalovic und jetzt auch noch Jaka Cuber Potocnik: Das Verletzungspech bei Rot-Weiss Essen hat zuletzt immer größere Ausmaße angenommen. Reagieren wird RWE darauf vorerst aber offenbar nicht.
Transfers erst im Winter?
Er wird immer kleiner, der ohnehin schon kleine Kader der Essener. Sollte auch Potocnik für längere Zeit ausfallen, gehen Trainer Uwe Koschinat vor allem in der Offensive allmählich die Optionen aus – gerade im Hinblick auf die Bank. Die Verpflichtung eines vereinslosen Spielers könnte Abhilfe schaffen, doch wie die "WAZ" berichtet, sei eine solche Notverpflichtung "zum jetzigen Zeitpunkt" nicht vorgesehen.
Der Zeitung zufolge wollen die Verantwortlichen mit dem aktuellen Personal bis zur Winterpause kommen und die Situation dann neu bewerten – je nach dem, wer bis dahin schon wieder einsatzbereit ist und ob womöglich noch weitere Verletzte hinzugekommen sind. Spätestens im neuen Jahr soll dann auch der unter der Woche verpflichtete Paul Pöpperl nach seinem im Februar zugezogenen Kreuzbandriss zur Verfügung stehen, sodass Koschinat für das zentrale Mittelfeld eine weitere Option hätte.
Drei Nachwuchstalente gegen Regensburg auf der Bank
Vorerst müssen es aber die verbliebenen Spieler sowie Nachwuchstalente richten. Zuletzt stattete RWE in Rami Malaeb und Fadih Vasic zwei U19-Spieler mit Profiverträgen aus, beide gehörten auch am Freitag gegen Regensburg zum Kader. Ebenso wie James Gnagnon, der bereits vor der Saison den Sprung aus der U19 zu den Profis geschafft hatte.
Darüber hinaus saß mit Eric Verstappen noch ein weiterer Torhüter auf der Bank. Sie alle blieben am Freitag aber ohne Einsatz, obwohl Koschinat nur viermal wechselte. Immerhin: Für das Pokalspiel gegen RB Leipzig am Dienstag wird Franci Bouebari nach einer Gelb-Sperre zurückkehren – und damit zumindest die Optionen in der Abwehr erweitern.