"Das geht nicht in der 3. Liga": Reinhardt mit klarer Ansage

Die SG Sonnenhof Großaspach kassierte in Wiesbaden die höchste Niederlage seiner Drittliga-Geschichte. Nach dem 1:7 fand Trainer Pascal Reinhardt klare Worte, richtete den Blick aber gleich wieder nach vorne.

"Es ist viel zu einfach"

Der Aufsteiger erwischte bei den formstarken Wiesbadenern einen rabenschwarzen Tag. Es war ein Totalausfall, den der Trainer nach dem Spiel auch nicht relativieren wollte. "Nach einem 1:7 gibt es nicht viel zu erklären", sagte Pascal Reinhardt am Mikrofon von "MagentaSport". Von Anfang an lief seine Mannschaft der Musik hinterher, was den Trainer sichtlich frustrierte: "Wir kommen ins Spiel rein, und die ersten drei Schüsse sind drin. Wie wir das verteidigen, ist einfach nicht gut."

Allerdings tat sich der 34-Jährige schwer damit, eine Erklärung für die schwach Abwehrarbeit zu finden. "Ich kann nicht erklären, warum es so war. Aber es ist viel zu einfach." Auffällig ist, dass viele Statistiken ausgeglichen waren. Aber in den Zweikämpfen zogen die Gäste häufig den Kürzeren. "Wenn man sieht, wie der Gegner verteidigt, und wie wir verteidigen, dann war das in den entscheidenden Momenten der Unterschied", konstatierte Reinhardt. Mit solchen Auftritten wird es schwer, sich in der Liga zu behaupten. "Es hat die Intensität gefehlt, die Aktivität gefehlt. Das geht nicht in der 3. Liga. Da müssen wir ein anderes Gesicht zeigen im nächsten Spiel."

"Da geht überhaupt nichts kaputt"

Für Großaspach war es bereits die zweite deftige Niederlage innerhalb kurzer Zeit. Nur zwei Wochen zuvor kamen sie mit 1:5 gegen Mannheim unter die Räder. Von einer Krise in der Beziehung zwischen Mannschaft und Trainer wollte Reinhardt aber nichts wissen. "Da geht überhaupt nichts kaputt. Wir sind so gefestigt, wir glauben so aneinander", betonte der 34-Jährige und ergänzte: "Es gibt Dinge aufzuarbeiten und anzusprechen. Da nehme ich mich genauso ins Boot, mein Trainerteam und die Spieler." Dabei werde es nicht darum gehen, mit dem Finger auf einzelne Spieler zu zeigen. "Wir müssen positiv bleiben. Es bringt nichts, aufeinander draufzuhauen. Wir glauben aneinander und sind von unserer Idee überzeugt."

Es bleibt aber auch nicht viel Zeit, um diese Klatsche aus den Kleidern zu schütteln. Bereits am Dienstag steht das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FC Augsburg auf dem Programm. "Das ist das Schöne im Fußball. Am Montag wird es krachen im Training und dann kann Augsburg kommen. Da werden wir bereit sein und eine Positivität ausstrahlen bei einem absoluten Highlightspiel." Nach dem Pokal wartet in der Liga mit Rot-Weiß Essen ein weiteres Schwergewicht.

   

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