"Ganz, ganz klar ein Elfmeter": Schiri-Frust bei Düsseldorf

Mit dem 1:1 zum Debüt konnte Fortuna-Trainer Jens Langeneke leben und sprach nach der Mannschaft nach der Partie in Rostock ein Lob aus. Ganz anders sah die Gefühlswelt von Eric Hottmann aus, der nach 31 Minuten vehement einen Elfmeter gefordert hatte. Dass Schiedsrichter Lars Erbst diesen nicht gab, sorgte bei den Rheinländern für Frust.

Hottmann von Schuster gehalten

31 Minuten waren im Ostseestadion gespielt, als Hottmann bei einer Ecke zum Ball wollte, dabei aber von Marco Schuster gehalten wurde. Sogar so sehr, dass sein Trikot dabei über den Kopf rutschte. Das zeigte er anschließend auch Schiedsrichter Lars Erbst mit Nachdruck an, der allerdings auf Abstoß statt Elfmeter entschied – sehr zum Ärger des Düsseldorfer Angreifers, der die Welt nicht mehr verstand.

"Das ist für mich ganz, ganz klar ein Elfmeter. Ich versuche mich durchzusetzen. Am Ende stehe ich auch blank am zweiten Pfosten, der Ball kommt genau da auch runter. Ich muss eigentlich nur noch den Fuß hinhalten. Der Gegner zieht mir das Trikot über den Kopf", schimpft er in der "Rheinischen Post" und moniert: "Ich stehe völlig blind da und der Schiedsrichter steht fünf Meter hinter mir. Er hat völlig freie Sicht und tut so, als würde er es nicht sehen. Ich werde mir ja nicht selbst das Trikot über den Kopf ziehen, wenn ich frei am zweiten Pfosten stehe."

"Tor oder der Elfmeter geklaut"

Erbst habe ihm erklärt, dass die Situation schwer zu sehen gewesen sei, was Hottmann allerdings nicht nachvollziehen konnte: "Man muss ja immer aufpassen, weil es in der Liga gerne auch mal Strafen gibt. Da müssen wir mit der Kritik aufpassen. Schiedsrichter haben es in der Liga ohne VAR schwierig. Manche Situationen ärgern mich natürlich – wenn entweder das Tor oder der Elfmeter geklaut wird."

Auch Sportdirektor Patrick Fabian monierte nach Spielende den ausbleibenden Pfiff: "Ganz einfach: Das ist ein klares Foulspiel und damit ein Elfmeter. Das haben wir auch dem Schiedsrichter mitgeteilt." Wenn es in der Situation einen Elfmeter gegeben hätte, wäre die Partie vermutlich anders verlaufen. Am Ende aber war die Fortuna mit dem Remis zufrieden, da das Chancenplus aufseiten der Rostocker war und die Düsseldorfer lediglich fünf Torschüsse abgaben.

van der Sloot genäht

Im Heimspiel gegen den SV Meppen am kommenden Freitag sollen wieder drei Punkte her. Ob auch Steven van der Sloot dabei sein wird, ist noch offen, nachdem er bereits in Minute 17 mit einer tiefen Wunde vom Platz musste. Wie Langeneke nach der Partie berichtete, sei der Verteidiger mit "drei oder vier" Stichen genäht worden. Der 49-Jährige hofft, "dass 'Stevie' zur neuen Trainingswoche wieder zur Verfügung steht – wenn er zwei oder drei Tage länger braucht, dann ist das so."

   

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