"Wir waren sehr effektiv": SVWW feiert historischen Sieg

Sieben Tore, sieben unterschiedliche Torschützen und der höchste Drittliga-Heimsieg der Vereinsgeschichte: Der SV Wehen Wiesbaden hat beim 7:1 fegen die SG Sonnenhof Großaspach ein offensives Feuerwerk abgebrannt. Unter Cheftrainer Jochen Seitz bleiben die Hessen ungeschlagen, holten zehn Punkte aus vier Ligaspielen und kletterten auf Tabellenplatz acht. Trotz des deutlichen Ergebnisses sah der 49-Jährige allerdings noch Verbesserungspotenzial.

"Das ist alles harte Arbeit"

"7:1 hört sich erst mal sehr eindeutig an, aber so eindeutig war es auch in der ersten Hälfte nicht", erklärte Seitz nach Abpfiff gegenüber "MagentaSport". Großaspach habe seine Mannschaft vor der Pause defensiv mehrfach vor Probleme gestellt. Die Wiesbadener nutzten ihre Möglichkeiten dagegen konsequent. Nach der 3:1-Pausenführung durch die Treffer von Müller (16.), Hübner (30.) und Massimo (35.) legten die Hessen im zweiten Durchgang vier weitere Treffer über Greilinger (50.), Paula (66.), Fechner (72.) und Kalem (90.+1) nach.

Dass sich gleich sieben unterschiedliche Spieler in die Torschützenliste eintrugen, wertete Seitz als besondere Stärke. Seine Mannschaft sei dadurch schwerer auszurechnen und nicht von einem einzelnen Torjäger abhängig. Mit Blick auf die oberen Tabellenplätze mahnte der Trainer dennoch zur Zurückhaltung. In der ausgeglichenen 3. Liga müsse seine Mannschaft jedes Wochenende an ihre Leistungsgrenze gehen. "Wenn wir das schaffen, dann wird es gegen uns unangenehm. Wenn wir es nicht schaffen, dann verlieren wir auch Spiele", stellte Seitz klar.

"Ein super Gefühl und ein super Tag"

Auch Roberto Massimo hatte nach dem Kantersieg allen Grund zur Freude. Der Offensivakteur hatte mit einem wuchtigen Abschluss das zwischenzeitliche 3:0 erzielt. Dabei habe er nicht lange überlegt: "Komm, ich knall das Ding jetzt einfach so fest es geht", waren seine Gedanken. Neben seinem Treffer sorgten vor allem die einstudierte Freistoßvariante zum 2:0 und Raul Paulas Tor von der Mittellinie für besondere Höhepunkte.

Den sportlichen Aufschwung führte Massimo insbesondere auf die taktischen Veränderungen unter Seitz zurück. Der neue Trainer habe nach seinem Amtsantritt vor allem an der zuvor anfälligen Defensive gearbeitet. "Wir spielen einen ein bisschen tieferen Block und spekulieren mehr auf Umschalter", erläuterte der Offensivspieler. Die Umstellung zahle sich aus, seitdem laufe es deutlich besser.

Mit Selbstvertrauen nach Verl

Nach drei Siegen und einem Remis unter Seitz wollen die Wiesbadener ihren positiven Lauf fortsetzen. Am kommenden Samstag (14 Uhr) gastiert der SVWW beim SC Verl. Dort wartet die nächste Gelegenheit, die taktischen Fortschritte zu bestätigen und den Anschluss an die oberen Tabellenplätze weiter zu verkürzen. Als Neunter rangieren die Hessen derzeit noch sechs Zähler hinter dem Relegationsrang.

 

   

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