Trotz Negativtrend: Mota sieht Fortschritt beim Waldhof

Die Euphorie nach dem Saisonauftakt ist beim SV Waldhof Mannheim längst verflogen. Dennoch sieht Trainer Rui Mota einen Fortschritt und vertraut weiterhin dem eingeschlagenen Prozess, der aktuell etwas länger dauert, als man sich das wünschen würde.

"… dann ist das natürlich frustrierend"

Eigentlich war es ein Auftakt nach Maß für den SV Waldhof Mannheim. Zum Start gewannen die Buwe mit 2:1 gegen Fortuna Düsseldorf. Doch seither stockte der Motor. In fünf weiteren Partien gab es drei Niederlagen, ein Remis und einen weiteren Sieg. Dazu kam das knappe Aus im DFB-Pokal. Cheftrainer Rui Mota weiß, "dass die Ergebnisse aus Sicht der Fans nerven und die Resultate auch nicht das sind, was wir wollen, aber es geht um den Prozess. Und der dauert im Moment eben etwas länger, als wir uns das alle wünschen". Trotzdem versprach der Portugiese im Mediengespräch vor der Partie "alles dafür zu tun, dass wir wieder erfolgreicher werden".

Sollte Mannheim am Sonntag gegen Preußen Münster (16:30 Uhr) auch das dritte Heimspiel in Serie verlieren, droht im schlimmsten Fall der Absturz auf einen Abstiegsplatz. Mit diesem konkreten Szenario wollte sich Mota aber nicht beschäftigen. Vielmehr ärgerte ihn, dass "wir einige Spiele hätten gewinnen oder zumindest unentschieden spielen können. Wenn man die Punkte nicht holt, dann ist das natürlich frustrierend." Dennoch müsse man "aber auch auf die positiven Dinge schauen, die wir gemacht haben. Die Mannschaft hat Fortschritte gemacht und zumindest offensiv kreieren wir uns Chancen." Defensiv dagegen "müssen wir aber noch stärker werden". Konkret gehe es darum, "noch aggressiver zu werden und den Fokus nicht zu schnell zu verlieren".

Zustand des Rasens "eine ganz große Sache"

Nach der Niederlage gegen Rot-Weiss Essen gab es viele Themen abseits des Sportlichen. Der Disput zwischen Mota und Uwe Koschinat nach Abpfiff gehörte ebenso dazu wie der Rasen. "Fußball war nahezu unmöglich", sagte Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber im Anschluss an die Partie gegenüber der "Rhein-Neckar-Zeitung". Auch für Mota ist das "eine ganz große Sache". Die Firma, die den Platz angelegt habe, "war kürzlich hier und hat den Rasen analysiert und versucht, eine Strategie zu finden, ihn in den bestmöglichen Zustand zu bringen".

Daher müsse man "also aktuell darauf vertrauen, dass die Maßnahmen, die sie ergreifen werden, die richtigen sind". Zumindest nach dem Heimspiel gegen Münster bleibt etwas Zeit: Aufgrund der Länderspielpause und des Auswärtsspiels bei der SG Sonnenhof Großaspach wird erst am 14. Oktober wieder im Carl-Benz-Stadion gespielt. Personell hat Mota für die Partie gegen Preußen Münster keine weiteren Ausfälle zu beklagen.

   

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