Was aus den Abgängen des SC Preußen Münster geworden ist
18 Spieler haben den SC Preußen Münster im Sommer verlassen. liga3-online.de zeigt, was aus ihnen geworden ist.
Dreierpack für Düsseldorf und Ende
Der Zweitliga-Abstieg ging im Münsterland naturgemäß mit einem größeren Umbruch im Kader einher, obwohl zwölf Akteure den Adlerträgern die Treue hielten. Und in manchen Fällen erfolgt trotz sportlichem Misserfolg der nächste Karriereschritt für manchen Profi. So auch bei Oliver Batista Meier und Jano ter Horst, die nun gemeinsam in der Bundesliga für den SC Paderborn 07 auflaufen. Für den Offensivspieler, dessen Scorerpunkte (sechs Tore/vier Vorlagen) nicht zum Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ausreichten, zahlten die Ostwestfalen rund 400.000 Euro – und damit ungefähr die Ablöse, die auch Münster seinerzeit hingelegt hatte. Eigengewächs ter Horst ging für den halben Preis. Der 24-jährige Verteidiger ist nun jedoch Stammspieler, erzielte zudem im DFB-Pokal sein erstes Tor für die Paderborner. Batista Meier kam bislang von der Bank.
Einen Dreierpack schnürte Fortuna Düsseldorf, an dessen Seitenlinie auch Ex-SCP-Coach Alexander Ende steht. Er holte – wie auch schon in Münster – Jorrit Hendrix und Marcel Benger sowie Yassine Bouchama ins Rheinland. Der Niederländer wurde sogleich zum Kapitän ernannt, erwies seiner Mannschaft jedoch direkt im ersten Spiel nach seiner Rotsperre, die er noch im Trikot von Münster holte, einen Bärendienst – wieder Rot nach 79 Einsatzminuten. Benger und Bouchama gehören ebenfalls klar zum Stammpersonal und konnten die Fortuna nach einem katastrophalen Fehlstart in die neue Saison zumindest wieder ein wenig stabilisieren.
Amenyido spektakulär in Ungarn
Stammkeeper Johannes Schenk tat sich auf dem Transfermarkt lange nicht leicht, doch schlussendlich kam ein Leihgeschäft mit dem belgischen Erstliga-Aufsteiger SK Beveren zustande. Dort ist der Schlussmann zwischen den Pfosten gesetzt und konnte zwei Mal die Null in fünf Partien halten. An der Seite von Ex-Waldhöfer Laurent Jans startete Schenk mit sechs Punkten in die neue Saison. Auch Etienne Amenyido zog es ins Ausland, sodass der Angreifer in Ungarn nun für den Újpest FC aufläuft. Die Bilanz ist stark: In sieben Erstliga-Partien erzielte Amenyido schon drei Tore und drei Vorlagen. Zidan Sertdemir schloss sich hingegen erst kurz vor Transferschluss dem dänischen Erstligisten Lyngby BK an, weshalb er noch auf seinen ersten Auftritt wartet.
In der 2. Bundesliga verblieb Paul Jaeckel, der am 1. Spieltag einen Horrorstart in Magdeburg erlebte. Direkt zum Auftakt gab es eine 1:6-Klatsche, woraufhin der Innenverteidiger aus der Startelf flog und seitdem nur noch eine Einsatzminute sammelte – und der FCM kletterte auf Platz 7. Besser lief es für Jannis Heuer, der nach seiner Leihrückkehr zum 1. FC Kaiserslautern zur SpVgg Greuther Fürth wechselte. Dort verpasste der Abwehrspieler noch keine Einsatzminute und konnte immerhin vier Punkte in vier Partien mit dem Kleeblatt einsammeln. Tobias Raschl verbuchte zwar schon seine erste Torvorlage für Dynamo Dresden, doch in zwei Kurzeinsätzen ging der Mittelfeldspieler zwei Mal als Verlierer vom Platz. Die SGD steht auf einem Abstiegsplatz.
Wiedersehen mit Lokotsch
Imad Rondic ist weiterhin beim 1. FC Köln unterwegs, nachdem seine Leihe nach Münster ausgelaufen war. Bei der 1:4-Niederlage gegen Stuttgart feierte der Mittelstürmer sogar sein Bundesliga-Debüt in der letzten Minute – ob die Perspektive in der Domstadt besser wird, ist offen. Shin Yamada hatte bei Celtic Glasgow jedenfalls kaum Aussicht auf Einsatzzeiten, sodass sich der Japaner direkt wieder verleihen ließ. In der belgischen Spitzenklasse läuft der Stürmer nun für OH Leuven auf, wo er in fünf Einsätzen noch auf den ersten Treffer wartet. Am vergangenen Wochenende gab es das direkte Duell mit Schenk, das der SCP-Torhüter aber zu Null beendete.
Ein Wiedersehen in der 3. Liga gab es für Münster bereits mit Lars Lokotsch, der nun beim FC Ingolstadt unter Vertrag steht. Ein Tor und eine Vorlage erzielte der Mittelstürmer für die Schanzer, doch beim 1:1-Unentschieden am 2. Spieltag blieb Lokotsch ohne Scorerpunkt. Durch den Ausfall von FCI-Kapitän Simon Lorenz rückte der 30-jährige Stürmer in der Rangfolge zuletzt als Vizekapitän nach, was wohl auch in den kommenden Partien der Fall sein wird. Nachwuchsspieler Marvin Benjamins ging in die Regionalliga Nord zu den Kickers aus Emden, wo er sich zuletzt mehr und mehr in den Fokus spielte. Vergangenen Wochenende stand der 23-Jährige erstmals in der Startelf. Marco Meyerhöfer, Mikkel Kirkeskov und Marian Kirsch suchen derweil noch einen neuen Verein.