Derby zwischen Düsseldorf und Duisburg: Was für wen spricht

Am Samstag kommt es zum mit Spannung erwarteten Derby zwischen Fortuna Düsseldorf und dem MSV Duisburg. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Kulisse: Über 45.000 Karten sind bereits verkauft, damit findet die Partie mindestens vor der viertgrößten Kulisse der Drittliga-Geschichte statt. Sollten 51.000 Zuschauer dabei sein, wäre das sogar ein Rekord in der Historie der 3. Liga. Während die Fortuna, vor allem die erfahrenen Spieler, in den letzten Jahren schon häufiger vor solchen Kulissen gespielt hat, traten die Duisburger zuletzt vor über sechs Jahren vor mehr als 40.000 Zuschauern an – und werden sich daran zunächst gewöhnen müssen. Auch wenn über 10.000 MSV-Fans dabei sein werden.

Bilanz: Gemäß den Daten von "transfermarkt.de" fand das Duell bislang 62 Mal statt – meist mit dem besseren Ausgang für die Fortuna. 24 Mal ging F95 als Sieger vom Platz, darunter auch in den letzten beiden Duellen in der Saison 2017/18, während der MSV lediglich auf 19 Siege kommt. Von den letzten neun Aufeinandertreffen konnten die Zebras nur zwei für sich entscheiden, im eigenen Stadion ist die Fortuna gar seit neun Spielen ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es im Mai 1981.

Lobinger gesperrt: Nach seiner Tätlichkeit in Regensburg wurde MSV-Stürmer Lex Tyger Lobinger gleich für drei Spiele gesperrt und verpasst damit das Derby. Eine herbe Schwächung für die Zebras, ist Lobinger mit vier Toren in vier Partien doch der Top-Torjäger. Zwar siegte der MSV in Regensburg auch ohne den 27-Jährigen, doch 1:1 zu ersetzen ist er aufgrund seines Instinkts, bei Hereingaben in den Strafraum oft genau richtig zu stehen, nicht.

 

Form: Vier Spiele, vier Siege, 12:3 Tore: Der MSV Duisburg blickt auf einen perfekten Saisonstart zurück und hat mit dieser Ausbeute sogar Drittliga-Geschichte geschrieben. Nie zuvor war ein Team besser in eine Saison gestartet. Selbst von Rückschlägen wie in Regensburg, als der MSV über eine Stunde lang in Unterzahl agierte und zwischenzeitlich in Rückstand geriet, ließen sich die Meidericher nicht aus der Bahn werfen. Die Fortuna dagegen konnte in dieser Saison erst eine Partie gewinnen und belegt damit lediglich Platz 16.

Offensive: Mit zwölf Toren in vier Partien stellt Duisburg die zweitbeste Offensive der Liga – nur Saarbrücken traf noch häufiger (14 Mal). Zwar wird Top-Torjäger Lex Tyger Lobinger wegen einer Rot-Sperre am Samstag nicht dabei sein, doch neben dem 27-Jährigen haben in dieser Saison schon sieben weitere Spieler getroffen – darunter mit Tobias Fleckstein und Ben Schlicke auch zwei Innenverteidiger. Die Zebras sind also durchaus variabel aufgestellt. Die Fortuna dagegen steht gerade mal bei zwei Toren.

Joker: Wenn es die Startelf nicht schon richtet, haben die Zebras durch ihren breitaufgestellten Kader immer noch die Gelegenheit, gleichwertig zu wechseln – und das gelang in der bisherigen Saison überragend gut. Schon neunmal waren die von Trainer Dietmar Hirsch eingewechselten Spieler an Toren beteiligt – Liga-Spitze. Florian Krüger traf nach seiner Einwechslung beim Spiel in Verl gar doppelt, in Regensburg war mit Peter Remmert zuletzt ebenfalls ein Joker erfolgreich.

   

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