"Dann gibt es diese Situation nicht": Hildmann moniert Foulspiel vor 0:1

In letzter Sekunde musste sich Jahn Regensburg am Sonntagnachmittag dem 1. FC Saarbrücken geschlagen geben – auch weil ein Foulspiel vor dem Gegentreffer nicht gepfiffen wurde. Trainer Sascha Hildmann ärgerte sich darüber, nahm ansonsten aber viel Positives mit. 

Hermes geht gegen Cvjetinovic zu Boden

Sascha Hildmann hatte es nach Schlusspfiff eilig. Direkt nach Spielende ging er auf Schiedsrichter Timon Schulz zu und suchte das Gespräch mit dem 30-Jährigen. Worum es dabei ging? Darüber klärte der Jahn-Coach anschließend bei "MagentaSport" auf. "Vor dem Tor muss ein Foulspiel an uns gepfiffen werden." Gemeint war der Zweikampf zwischen Lucas Hermes und Mladen Cvjetinovic, bei dem der Regensburger zu Boden ging. "Man sieht, dass er ihn festhält und klammert. Da muss er eigentlich pfeifen. Dann gibt es diese Situation nicht", monierte Hildmann.

Weil die Pfeife von Schulz aber stumm blieb, bekam Saarbrücken nach Ablauf der angezeigten Nachspielzeit von vier Minuten noch einen letzten Angriff, den Brünker zum Siegtreffer für die Saarländer vollendete. "Es fällt mir sehr, sehr schwer, die richtigen Worte zu finden, weil wir natürlich extrem enttäuscht sind", sagte Hildmann. "Denn gerade in der zweiten Halbzeit haben wir sehr viel investiert und bekommen dann so ein blödes Tor."

"Darauf können wir aufbauen"

Die Niederlage auf das nicht gepfiffene Foulspiel vor dem Gegentor schieben wollte Hildmann aber nicht. "Wir hatten vorher auch Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden." Die größte Chance ergab sich für Patrick Hobsch, der nach 41 Minuten frei vor dem Kasten stand, aber an Keeper Bignetti scheiterte. "Den muss ich natürlich reinmachen und darf den nicht so flach schießen", zeigte sich der Angreifer selbstkritisch. "Aber so ist es im Fußball, manchmal vergibt man Chancen. Ich hoffe, dass ich es beim nächsten Mal besser machen kann, um der Mannschaft zu helfen." Die Szene stand symptomatisch dafür, dass dem Jahn an diesem Sonntag – im Gegensatz zum 5:2-Erfolg bei Viktoria Köln in der vergangenen Woche – die "absolute Cleverness" vor dem Tor gefehlt habe, wie Hildmann analysierte.

Dennoch war der Jahn-Coach mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden und sprach von einem "sehr guten Spiel", in dem sein Team "vieles richtig" gemacht habe. "Wir hatten viele Ballbesitzphasen gegen einen starken Gegner, der ebenfalls Chancen hat." Daher wäre ein Unentschieden am Ende "echt okay gewesen", so Hildmann. "So tut es mir ein bisschen leid, aber ich glaube, wenn wir noch viele solcher Spiele machen wie heute, werden wir auch noch ein paar Spiele gewinnen. Da bin ich mir ziemlich sicher." Denn am Ende zähle die Leistung. "Und die war gut, teilweise sogar sehr gut. Darauf können wir aufbauen."

"Eigentlich musste das Ding gewinnen"

Hobsch sah das ähnlich. Es sei zwar "schon Wahnsinn", als Verlierer vom Platz zu gehen, "weil eigentlich musst du das Ding hier heute gewinnen". Aber wenn sich die Mannschaft so weiterentwickele, "wie ich mir das vorstelle, werden wir noch einige Spiele gewinnen". Bevor es in zwei Wochen zur TSG Hoffenheim II geht, steht für den Jahn, der in der Tabelle auf Platz 8 abgerutscht ist, erstmal das Landespokalspiel gegen die SpVgg SV Weiden an. Gegen den Fünftligisten will Regensburg dann schon frühzeitig alles klar machen.

   

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Back to top button