"Einfach verrückt": MSV Duisburg nach Traumstart an der Spitze

Auch im zweiten Spiel der Saison ging der MSV Duisburg als Sieger vom Platz und grüßt damit nun vorerst von der Tabellenspitze. Dass es beim 4:2 in Verl vor allem die Joker waren, die das Spiel drehten, machte Trainer Dietmar Hirsch stolz.

Vier Tore in elf Minuten

Wie man nach einem 0:2 in Verl noch als Sieger vom Platz geht, zeigte der MSV Duisburg bereits in der letzten Saison. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches Szenario erneut eintreten würde, hatte Trainer Dietmar Hirsch im Vorfeld als gering bezeichnet. Doch es ist tatsächlich wieder eingetreten. Nachdem die Verler in der 46. Minute das 2:0 erzielten hatten, drehten die Zebras das Spiel über Krüger (61. / 63.), Lobinger (69.) und Sussek (72.) mit vier Toren binnen elf Minuten furios. "Spielentscheidend war, da muss man fair bleiben, die gelb-rote Karte", gestand Hirsch bei "MagentaSport" ein, nachdem Verls Lehmann nach 48 Minuten vom Platz gestellt worden war. "Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn wir weiter 11 gegen 11 gespielt hätten, weil Verl schon gut ist."

Als weiteren Faktor nannte der MSV-Coach aber auch die schnellen Tore durch Krüger und Sussek, die erst kurz nach dem Platzverweis der Verler eingewechselt worden waren. "Sie haben das Spiel gedreht", so Hirsch. "Aber auch alle anderen, die reingekommen sind, haben ihren Input gehabt. Das macht mich sehr stolz." Angesichts des großen Kaders müsse er im Training unter der Woche mehr moderieren als trainieren, weil nicht jeder spielen kann. Kapitän Alexander Hahn etwa stand erneut nichtmal im Kader, war aber privat mitgereist. "Ich muss mich erstmal bei den Spielern bedanken, weil sie natürlich enttäuscht sind, wenn sie nicht von Anfang an spielen. Aber es lässt sich keiner hängen oder spielt lustlos."

"Wir wussten, was hier alles möglich ist"

Sussek stand bereits beim letzten Spiel in Verl auf dem Platz – damals noch von Anfang an. "Wir wussten, was hier alles möglich ist. Einfach verrückt", konnte es der Linksaußen noch gar nicht richtig fassen. "Es war kein gutes Spiel, aber irgendwie drehen wir es dann mit einer Dominanz, die schon sehenswert ist." Für Krüger war es indes der erste Doppelpack im MSV-Trikot. "Jetzt müssen wir einfach da weitermachen, wo wir aufgehört haben", richtete der Stürmer die Blicke bereits wieder nach vorne.

Zunächst steht nun das DFB-Pokalspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg an. Für Hirsch wird es eine besondere Partie. Zum einen, weil er in Elversberg einst seine Trainerkarriere begonnen hatte. Zum anderen, weil es seine erste DFB-Pokalpartie als Trainer wird. "Wir haben Rückenwind, wollen das genießen und werden alles dafür tun, um eine Runde weiterzukommen", blickte der 54-Jährige voraus. "Ich glaube, das Stadion wird relativ voll werden, und zu Hause sind wir gut. Daher traue ich es uns zu, einem Bundesligisten Paroli zu bieten. Wir werden alles reinknallen." In der Liga geht es in zwei Wochen dann gegen die Würzburger Kickers weiter. Gelingt dann der dritte Sieg in Folge?

   

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