Vier Tore in elf Minuten: Duisburg dreht Spiel in Verl nach 0:2 erneut

Der MSV Duisburg hat es erneut getan! Wie im Hinspiel der vergangenen Saison drehten die Zebras beim SC Verl einen 0:2-Rückstand und gewannen am Ende mit 4:2. Zum Knackpunkt wurde dabei ein Platzverweis für den SC Verl, der kurz nach dem zwischenzeitlichen 2:0 der Ostwestfalen erfolgte. Elf Minuten genügte dem MSV für das erneute Kunststück.

Ex-Duisburger trifft für Verl

Das Hinspiel der beiden Mannschaften in der vergangenen Saison war eines der Highlights der Spielzeit. Mit 2:0 führte der SC Verl, doch der MSV Duisburg drehte die Partie kurz vor Schluss noch zum 3:2. Dass sich dieses Szenario wiederholt, sei eher unwahrscheinlich, meinte MSV-Trainer Hirsch im Vorfeld. Entsprechend wollte er seine Mannschaft diesmal möglichst früh in Führung sehen. In der Startelf feierte Safi sein Debüt, Kother rotierte dafür auf die Bank. Kapitän Hahn fehlte erneut im Spieltagskader. Beim SC Verl begann Leipold für Foti.

Und tatsächlich passierte genau das, was Hirsch vermeiden wollte: Verl ging in Führung. Einen Freistoß von der rechten Seite köpfte ausgerechnet Heike ins Tor. Der Stürmer war vor der Saison aus Duisburg nach Verl gewechselt (8.). Die Ostwestfalen hatten anschließend mehr vom Spiel, während der MSV mit hohem Pressing dagegenhielt. Wirklich gefährlich wurden die Gäste zunächst jedoch nicht. Erst in der 30. Minute gab es einen ersten Hauch von Torgefahr: Bookjans hatte nach Zuspiel von Viet im Strafraum Zeit für die Ballannahme und den Linksschuss, traf den Ball aber nicht richtig.

Deutlich gefährlicher wurde es acht Minuten später. Lobinger nahm eine Hereingabe mit einem starken ersten Kontakt an und verschaffte sich dadurch gleichzeitig etwas Raum zum Abschluss. Sein Drehschuss aus halblinker Position flog allerdings deutlich über den Kasten (38.). Duisburg war nun besser im Spiel. Nur wenige Augenblicke später patzte Verls Torhüter Schlieck beim Spielaufbau. Bulic roch den Braten, fing den Pass ab und spitzelte den Ball aufs Tor. Schlieck machte seinen Fehler jedoch wieder gut und verhinderte den Ausgleich (39.). Die letzte Chance vor der Pause gehörte erneut Duisburg. Nach einer Flanke von Symalla kam Schlicke aus kurzer Distanz zum Kopfball, setzte diesen jedoch knapp neben das Tor (42.).

Traumtor währte nur kurz: Duisburg in Überzahl fulminant

Der MSV reagierte zur Pause doppelt: Casar und Noß kamen für Schlicke und Bookjans. Doch jeglichen Aufwind nahm der SC Verl den Duisburgern sofort wieder aus den Segeln – und wie: Aus 23 Metern halblinker Position schlenzte Leipold den Ball ins rechte obere Eck. Ein Traumtor zum Start in den zweiten Durchgang (46.). Kurz darauf schwächte sich Verl allerdings selbst. Noß legte sich den Ball per Kopf vor, Lehmann konnte den Stürmer nur noch per Trikotzupfer stoppen. Da der Verteidiger bereits Gelb gesehen hatte, musste er folgerichtig mit Gelb-Rot vom Platz (48.).

Der Platzverweis erwies sich als Knackpunkt. Duisburg fand nun deutlich besser in die Partie und knüpfte endgültig an die starke Schlussphase des ersten Durchgangs an. Der Anschlusstreffer ließ nicht lange auf sich warten – und dabei bewies Hirsch ein goldenes Händchen. Nur wenige Minuten zuvor eingewechselt, drückte Krüger einen Querpass von Coskun aus kurzer Distanz zum 1:2 über die Linie (61.). Und gerade einmal 60 Sekunden später stach der Joker erneut! Nach einer Ecke kam Krüger am zweiten Pfosten völlig frei zum Abschluss. Sein Schuss rauschte Schlieck durch die Beine und landete zum Ausgleich im Netz (62.).

Duisburg drückte nun mit aller Macht auf die Führung – und bekam sie. Vogler brachte Lobinger im Strafraum zu Fall, der Gefoulte trat selbst an und verwandelte souverän ins linke Eck (69.). Für Verl kam es anschließend noch dicker: Einen Konter vollendete Sussek zum 4:2. Der Joker ließ seinen Gegenspieler zunächst ins Leere laufen und schob den Ball anschließend flach und überlegt ins kurze Eck (72.). Vier Tore in gerade einmal elf Minuten. Per Freistoß sendete Verl mal wieder ein offensives Lebenszeichen: Farouk drosch von der linken Außenbahn den Ball auf das Tor. Braune lenkte den Ball mit den Fingerspitzen an die Querlatte (76.). Die Partie beruhigte sich anschließend etwas, wenngleich Duisburg noch die Chance auf das 5:2 hatte. Bitter köpfte eine Ecke jedoch knapp am Tor vorbei (82.). Während Duisburg nach einer Ecke noch den Pfosten traf (88.), prüfte Wessig Braune mit einem Schlenzer (90.). Am Ende schaffte der MSV erneut das, was Hirsch zuvor als unwahrscheinlich hielt.

Mit dem zweiten Sieg in Folge übernimmt der MSV vorerst die Tabellenführung, während der SC Verl auf Platz 19 abrutscht. Für Verl geht es übernächsten Montag im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV weiter. In der Liga steht am Samstag, den 29. August, das Heimspiel gegen Fortuna Köln an. Duisburg trifft am kommenden Samstag im DFB-Pokal auf Bundesliga-Aufsteiger SV Elversberg. Drei Tage später steht im Landespokal die Partie beim 1. FC Wülfrath an. In der Liga geht es am 29. August mit dem Heimspiel gegen die Würzburger Kickers weiter.

   

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