F95-Sportchef Arabi bestätigt Transfer von Steven van der Sloot

Nach dem Abstieg in die 3. Liga wartete auf Samir Arabi viel Arbeit. War das Ziel die Bundesliga, muss der Sportvorstand nun die Rückkehr in das Unterhaus einleiten. Den ersten Baustein hat er in der Kaderplanung bereits gelegt. Zudem bestätigte Arabi den Transfer von Steven van der Sloot. Weiterhin ist aber fraglich, ob der Rechtsverteidiger für F95 auflaufen wird.

Erfahrung ein Baustein

Die ersten Tage von Samir Arabi beim neuen Klub waren "sehr intensiv", wie er in einem Interview mit dem Vereins-TV berichtet. "Dass viele geschätzte Mitarbeiter den Verein verlassen mussten, war sehr traurig. Das hat man am Stimmungsbild im Klub und in der Stadt gemerkt", blickte zurück. Gleichzeitig sei das Lächeln inzwischen zurückgekehrt – nun gehe es darum, "positiv an diese Aufgabe heranzugehen".

Sportlich füllt sich das Puzzle zunehmend: Mit Dominique Heintz, Jorrit Hendrix und Fabian Schleusener hat der Klub zuletzt mehrere erfahrene Spieler verpflichtet. Die Komponente Erfahrung sei dabei "aber nur ein Baustein". Sowohl aus dem Nachwuchsleistungszentrum als auch durch Verpflichtungen im Winter habe man auch jüngere Spieler im Kader. "Dennoch wird die Mannschaft erfahrene Spieler brauchen", so Arabi. Auch Cheftrainer Alexander Ende habe betont, "dass wir Ankerspieler benötigen". Dennoch sollen in den kommenden Wochen auch Transfers jüngerer Spieler folgen.

"Viel Überzeugungsarbeit und Vertrauen"

Gerade in der Anfangszeit habe es "viel Überzeugungsarbeit und Vertrauen" gebraucht. "Bei Spielern, die noch nicht wussten, wer noch kommt, war es wichtig, dass sie sich für den Verein committen." Trainer Ende mache es dabei gut, indem er "die Spieler emotionalisiert, ihnen aber auch keine Luftschlösser baut".

Besonders gut habe Arabi dabei die Herangehensweise von Heintz gefallen, "weil er nicht gezockt, sondern gesagt hat, er will hier etwas aufbauen". Generell komme es darauf an, "dass wir eine Gruppe sind. Da gehören alle dazu, auch die Mitarbeiter. Aus der Mannschaft müssen wir aus den Charakteren eine Einheit formen. Wichtig wird sein, die Gruppe schnell zusammenzubekommen".

Was wird aus van der Sloot?

Ein wichtiger Baustein in der Kabine hat den Verein allerdings verlassen: Kapitän Florian Kastenmeier. Wie es auf der Torhüterposition weitergeht, ist noch offen. Klar ist laut Arabi: "Wir wollen mit drei Torhütern in die Saison gehen. Wir sind zwar in Gesprächen, wollen aber keine schnelle, sondern eine gute Entscheidung treffen. Ich kann aber nachvollziehen, dass es die Fans interessiert – es ist eine sehr wichtige Personalie in einer Mannschaft." Für etwas Verwirrung sorgte zuletzt immer mal wieder Steven van der Sloot, der vom niederländischen Zweitligisten ADO den Haag kommt. Zum früheren Schalker stellte Arabi klar: "Er hat aktuell Vertrag bei uns und wird zum Start auch mit ins Training einsteigen."

Ein Verbleibt scheint allerdings unwahrscheinlich. "Das Problem nun: Ein Versprechen von Mislintat, der selbst schon nicht mehr da ist, an van der Sloot." Was Arabi meint: Im April hatte van der Sloot gegenüber einer niederländischen Zeitung gesagt: "Ich habe mit Sven Mislintat gesprochen, und er meinte, dass er es angesichts meiner Leistungen nicht fair fände, wenn ich in der 3. Liga spielen würde." Ein Käufer, der gemäß der Ausstiegsklausel 500.000 Euro auf den Tisch legen müsste, hat sich bislang aber noch nicht gefunden. Nur Anfragen für eine Leihe hat es bislang gegeben, doch das ist für F95 anscheinend keine Option. Und so wird der Niederländer vorerst zum Kader gehören.

   

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