"Will Erster werden": Hansa-Boss visiert Meisterschaft als Ziel an

Beim F.C. Hansa Rostock sind die Ziele für die kommende Saison klar definiert. Nachdem der Aufstieg in die 2. Bundesliga erneut verpasst wurde, nimmt der Verein nun nicht nur die Rückkehr ins Unterhaus ins Visier – sondern sogar die Meisterschaft. 

"Da brauchen wir nicht drum herumreden"

Diese Marschroute gab Aufsichtsratschef Sebastian Eggert im Vereinspodcast vor. Zuerst hatte die "Ostsee-Zeitung" darüber berichtet. Zwar blickt der 45-Jährige auf eine "sehr anständige Saison" zurück, die Hansa mit 67 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz beendet hatte, zufrieden ist er mit dem Abschneiden jedoch nicht. "Unser Ziel haben wir nicht erreicht. Punkt, aus, Ende", stellte Eggert klar. Zwar sei die Punktausbeute grundsätzlich ordentlich gewesen, letztlich habe sie aber nicht zum erhofften Aufstieg gereicht. Für die Spielzeit 2026/27 formuliert der Aufsichtsratsvorsitzende deshalb einen klaren Anspruch.

"Unser großes Ziel ist der Aufstieg. Das muss auch – ganz ohne arrogant zu sein – der Anspruch sein. Da brauchen wir nicht drum herumreden", sagte Eggert. Dabei soll es nach Möglichkeit nicht bei Rang drei oder zwei bleiben: "Ich will nicht nur aufsteigen, sondern auch Erster werden." Die Ambitionen begründet Eggert mit den Rahmenbedingungen des Vereins. Mit mehr als 31.000 Mitgliedern, hohen Zuschauerzahlen und einem der größten Etats der Liga sieht er Hansa in einer besonderen Rolle. Für die neue Saison plant der FCH erneut mit einem Etat von rund 8,5 Millionen Euro. Zwar wolle er den Klub nicht direkt mit dem FC Bayern München vergleichen, "aber von den Rahmenbedingungen her sind wir der Klassenprimus".

Umsatz von mehr als 35 Millionen Euro

Auch wirtschaftlich sieht sich der Verein gut aufgestellt. Nach Angaben Eggerts wird Hansa die vergangene Saison mit einem Umsatz von mehr als 35 Millionen Euro abschließen und steuert damit auf ein weiteres Rekordjahr zu. "Das ist absoluter Wahnsinn", so der 45-Jährige, der aber auch weiterhin die Entschuldung des Vereins im Visier hat. Die positiven Zahlen führt er insbesondere auf die Unterstützung von Fans, Mitgliedern und Sponsoren zurück. Trotz der offensiven Zielsetzung warnt der Aufsichtsratschef davor, den Aufstieg als Selbstverständlichkeit zu betrachten. Hansa verfüge zwar über gute Voraussetzungen und arbeite weiter an der Verstärkung des Kaders, doch befehlen könne man den Aufstieg nicht.

"Man kann nur die Wahrscheinlichkeiten erhöhen, indem man eine gute Mannschaft auf und neben dem Platz hat und hart arbeitet", sagte der 45-Jährige. Verstärkt werden soll das Team noch auf den Flügeln sowie im offensiven Mittelfeld. Druck verspüre er indes nicht. "Druck ist für mich, wenn du im Abstiegskampf bist. Aufstiegskampf ist etwas Positives", erklärte Eggert. Mit der klaren Ansage des Aufsichtsratsvorsitzenden wird deutlich: Beim F.C. Hansa Rostock soll in der kommenden Saison kein Zweifel daran bestehen, welches Ziel verfolgt wird. Der Traditionsklub will zurück in die 2. Bundesliga – und das möglichst als Meister der 3. Liga.

   

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