"Müssen überall etwas tun": Schiele skizziert Würzburgs Kaderplanung
Nach dem Aufstieg in die 3. Liga steht den Würzburger Kickers ein personeller Umbruch bevor. Trainer Michael Schiele sieht in allen Mannschaftsteilen Handlungsbedarf und kündigt Verstärkungen an.
"Wir brauchen Typen, die ins Team passen"
"Im Grunde müssen wir überall, in allen Mannschaftsteilen, etwas tun", sagt der 47-Jährige in einem Interview mit der "Main Post". Die größte Baustelle sei derzeit die linke Abwehrseite. Dort müssen die Kickers nach dem Karriereende von Peter Kurzweg einen Nachfolger finden. Darüber hinaus sollen auch im Sturm, auf den Flügeln und im zentralen Mittelfeld neue Spieler hinzukommen.
Bei der Kaderzusammenstellung legt Schiele, dessen Vertrag sich durch den Aufstieg automatisch verlängert hat, jedoch nicht nur Wert auf die sportlichen Qualitäten. "Das Wichtigste ist: Wir brauchen Typen, die ins Team passen", betont der Cheftrainer. Entscheidend sei eine ausgewogene Mischung verschiedener Charaktere innerhalb der Mannschaft. "Eine gute Balance zwischen den verschiedenen Charakteren ist für eine Mannschaft das Wichtigste."
Kader erst im Herbst vollständig?
Bislang stehen zwölf Spieler für die kommende Saison unter Vertrag. Das sind Johann Hipper, Daniel Hägele, Liam Omore, Ebrahim Farahnak, Tim Kraus, Dominik Meisel, Jermain Nischalke, Luke Hemmerich, Eliot Muteba, Dominic Schmidt, Batuhan Gögce und Erol Zejnullahu. Gehalten werden soll nach "Kicker"-Angaben auch Tarsis Bonga und Philipp Ochs. Bis zum Trainingsauftakt am 25. Juni wird der Kader nach Einschätzung des Trainers noch nicht vollständig sein. Dennoch soll bis dahin ein Grundgerüst stehen, mit dem die Vorbereitung auf die neue Drittliga-Saison aufgenommen werden kann.
Die Verantwortlichen arbeiten derzeit gemeinsam mit Vorstandsvorsitzendem André Herber und Sportdirektor Sebastian Neumann an der weiteren Planung. Dabei profitiere der Verein von seinem Netzwerk und zusätzlichen Möglichkeiten, Informationen über potenzielle Neuzugänge einzuholen. Auch über den Sommer hinaus rechnet Schiele mit Veränderungen im Aufgebot. "Bis zum Herbst wird noch etwas Bewegung in den Kader kommen", erklärt der Trainer. Das gelte sowohl für mögliche Zugänge als auch für denkbare Abgänge. An Kandidaten mangele es jedenfalls nicht: "Es ist Wahnsinn, was man da alles auf den Tisch bekommt."
Kickers wollen "sorgenfreie Saison" spielen
Nach der Rückkehr in die 3. Liga wollen die Kickers eine "sorgenfreie Saison" spielen und "nichts mit dem Abstieg zu tun haben", blickt Schiele voraus. "Im Optimalfall kommen wir in einen Flow und sammeln genügend Punkte, um uns von hinten weit genug zu entfernen. Das Ziel ist es, langfristig etwas aufzubauen. Dafür braucht es eine Grundlage." Die soll mit Beginn der neuen Saison gelegt werden.