"Nicht gleich unruhig werden": Pfanne fordert Rücksicht ein
Mit dem klaren Ziel, nicht nur aufzusteigen, sondern auch Meister zu werden, geht der F.C. Hansa Rostock in die neue Saison. Auch Kapitän Franz Pfanne steht dahinter, fordert gleichzeitig aber auch Rücksicht ein.
"Stehen komplett dahinter"
Seit 2023 ist Pfanne in Rostock, seitdem führt er die Kogge als Kapitän auf den Platz – auch in der kommenden Spielzeit. "Ich bin unheimlich stolz darauf, im dritten Jahr, seitdem ich hier bin, der Kapitän sein zu dürfen", sagt der Innenverteidiger in einem Interview mit dem "Nordkurier". Hansa sei ein "unfassbar großer Klub", wodurch das Kapitänsamt "noch einmal etwas Besonderes ist". Schon bei Borussia Dortmund II fungierte Pfanne zuvor als Kapitän. "Ich glaube, dass ich den Jungs auf und neben dem Platz sehr viel mitgeben kann und versuche, es auf meine Art und Weise auszuüben – ob ich spiele oder nicht." Einen Stammplatz wird der 31-Jährige zumindest zu Saisonbeginn wohl in der Tat nicht haben.
Dennoch steht er voll und ganz hinter den offensiv formulierten Aufstiegszielen. "Können wir als Hansa Rostock im dritten Jahr wirklich verkaufen, dass wir mal schauen wollen, wo die Reise hingeht? Ich finde es gut, dass der Verein das Ziel so kommuniziert hat." Gleichzeitig macht Pfanne aber auch klar, dass Hansa nicht jedes Spiel gewinnen werde. "Deshalb möchte ich Rücksicht einfordern, nach einem schlechten Spiel nicht gleich unruhig zu werden. Wir haben diese Mission, diesen Auftrag aufzusteigen oder angreifen zu wollen, wie es der Verein formuliert hat. Wir stehen komplett dahinter und werden alles reinhauen, was wir haben."
"Stimmungstechnisch dürfte das ziemlich krass werden"
Für zusätzliche Motivation sorge die Vorstellung, was im kommenden Mai in Rostock los sein könnte, sollte Hansa den Aufstieg tatsächlich schaffen. "Da muss ich ja keinen großen Hehl daraus machen. Mit 32 Jahren mit solch einem Klub aufzusteigen, wäre natürlich das Größte. Jeder Aufstieg ist besonders und auch etwas Spezielles. Aber gerade hier mit der Begeisterung und den Emotionen rund um den Verein und das, was man den Menschen damit geben würde – das wäre schon etwas Außergewöhnliches. Stimmungstechnisch dürfte das ziemlich krass werden."
Zum Auftakt geht es am Sonntag nach Hoffenheim. Pfanne erwartet einen Gegner, "bei dem du nicht weißt, was du kriegst". Gegen eine spielstarke TSG-Mannschaft müsste Hansa bei seinen Stärken bleiben und beweisen, "dass wir gut pressen und gute Ballbesitzphasen haben können. Wenn wir das bündeln, bin ich überzeugt, dass wir einen guten Start in Hoffenheim haben werden." Um einen ersten kleinen Schritt in Richtung des großen Ziels machen zu können.