Auch RWE buhlt offenbar um Aachens Mika Schroers
19 Tore und zehn Vorlagen: Mika Schroers spielt bei Alemannia Aachen die bislang beste Saison seines Lebens – und hat damit das Interesse zahlreicher Klubs geweckt. Neben einigen Zweitligisten und Vereinen wie Hansa Rostock und Energie Cottbus ist offenbar auch Rot-Weiss Essen interessiert.
Bei Berater angefragt
Wie die "WAZ" erfahren haben will, soll Profifußball-Direktor Marcus Steegmann in der vergangenen Woche Kontakt zum Berater des 24-Jährigen aufgenommen und Interesse an einer Verpflichtung hinterlegt haben. Eine direkte Absage gab es demnach nicht. Bei der Alemannia unterschrieb Schroers zuletzt zwar einen Vertrag bis 2029, nachdem der TSV die Kaufoption gezogen hatte. Doch ein Verbleib ist keineswegs sicher.
Zumal der Offensivspieler ein Bekenntnis zuletzt vermieden hatte. Er fühle sich zwar "unfassbar wohl" in Aachen und könne sich eine weitere Saison beim TSV auch "definitiv" vorstellen, "nichtsdestotrotz muss man sich im Sommer hinsetzen und fragen, was am meisten Sinn macht", sagte Schroers nach dem Spiel gegen Duisburg und betonte: "Ich möchte natürlich so hoch spielen wie möglich und auch weiterkommen. So alt bin ich dann auch noch nicht."
Wohl nur im Aufstiegsfall mit Chancen
Klar scheint jedoch: RWE dürfte nur im Aufstiegsfall eine Chance auf eine Verpflichtung haben. Denn andernfalls könnte Schroers auch in Aachen bleiben. So oder so müssten die Essener aber wohl eine Ablösesumme im mittleren sechsstelligen Bereich hinlegen, um den 24-Jährigen aus seinem Vertrag herauszukaufen.
Die 150.000 Euro, die Aachen im Zuge der Kaufoption an Arminia Bielefeld überwiesen hatte, werden bei Weitem nicht reichen. Zum Vergleich: Bei "transfermarkt.de" wird der Marktwert des Angreifers auf 400.000 Euro geschätzt. Sollte Schroers dann tatsächlich vom Tivoli an die Hafenstraße wechseln, wäre das für die Alemannia-Fans ein schwerer Schlag.