"Unkollegial und unseriös": Beiersdorfer schießt gegen Pfeifer

Offen hatte Essens Vorstandschef Marc-Nicolai Pfeifer zuletzt über das Interesse an Marcel Costly vom FC Ingolstadt gesprochen. Bei den Schanzern kam das Vorgehen überhaupt nicht gut an. Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer schießt daher gegen den 45-Jährigen.

Beiersdorfer bestätigt Anfrage im Winter

Marcel Costly zu RWE? Wenn es nach Vorstandschef Marc-Nicolai Pfeifer geht, ist der Transfer nur eine Frage der Zeit, schließlich habe der Offensivspieler schon in zwei Transferfenstern den Wunsch geäußert, "zu uns zu wechseln", wie Pfeifer zuletzt sagte. Der 45-Jährige wertete dies als "sehr positive Entwicklung" und betonte: "Wir sind sehr positiv gestimmt, da sich Spieler auf diesem Niveau mittlerweile sehr intensiv mit Essen beschäftigen." Auch dass die Spieler mit dem Verein und den Verantwortlichen engen Kontakt halten, "sehen wir als deutliches Zeichen".

Vor dem Heimspiel des FC Ingolstadt gegen Erzgebirge Aue bestätigte Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer am Sonntagabend bei "MagentaSport", dass es im Winter eine Anfrage der Essener bezüglich Costly gegeben habe. "Sie haben ihn sehr stark gewollt und es überall versucht – bei mir, beim Präsidenten." Ein Vorgang, den Beiersdorfer als "sehr verwunderlich" bezeichnete. Letztlich wurde dem Begehren der Essener eine Absage erteilt, "weil wir Cello sehr schätzen und froh sind, dass er hier ist. Er will natürlich so hoch spielen wie möglich, aber wir sind in ganz enger Abstimmung".

"Nicht wirklich professionell"

Dass RWE das Interesse öffentlich gemacht hat, bezeichnete Beiersdorfer indes als "sehr unkollegial und auch nicht wirklich professionell". Es sei ein "bisschen unseriös, dass im hauseigenen Kanal über Spieler gesprochen werden, die noch mindestens zwei Jahre Vertrag bei einem anderen Klub haben. Da habe ich kein Verständnis dafür", schoss er gegen Pfeifer. "Da sollen sie sich lieber um die eigenen Sachen kümmern." Zwar zeigte der FCI-Geschäftsführer Verständnis dafür, dass die Essener versuchen würden, mit den Lancieren von Wechselgerüchten Druck im eigenen Verein rauszunehmen. "Aber dazu kann man keine anderen Vereine oder Spieler missbrauchen", fand Beiersdorfer deutlich Worte.

Costly selbst, der mit 16 Toren und acht Vorlagen die beste Saison seiner Karriere spielt, sagte gegenüber dem "Donaukurier": "Nach so einer Saison möchte ich gerne weitere Schritte in meiner Karriere gehen und das Bestmögliche herausholen. Das würde jeder so tun." Es ist allerdings davon auszugehen, dass RWE für eine Verpflichtung nun tiefer in die Tasche greifen muss.

   

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