Schlicke im Interview: "Den einen oder anderen Platz aufholen"

Ben Schlicke wandelt beim MSV Duisburg auf den Spuren seines Vaters Björn Schlicke, der zwischen 2006 und 2010 für die Zebras spielte. Im Interview mit liga3-online.de spricht der Innenverteidiger über den Aufstiegskampf, die starken Leistungen in den letzten Partien, seine persönliche Situation und das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim II.

"Waren über die gesamte Dauer ganz oben dabei"

liga3-online: Fünf Spieltage vor Saisonende hat sich ein Fünfkampf um den Aufstieg herauskristallisiert. Was macht der Blick auf die Tabelle mit Ihnen, Herr Schlicke?

Ben Schlicke: In erster Linie freut es mich, dass wir weiterhin als Drittliga-Rückkehrer oben dabei sind. Und natürlich wollen wir bis zum Saisonende auch noch den einen oder anderen Platz aufholen.

Dass der MSV Duisburg nach dem Wiederaufstieg direkt eine solche Saison spielt, ist sicher nicht selbstverständlich. Wie stolz sind Sie auf die Konstanz und dass der MSV – anders als andere Klubs – den Anschluss nie verloren hat?

Das sehe ich ähnlich. Vor der Saison hätten wohl die meisten diesen Verlauf blind unterschrieben. Mit unserem sehr guten Start haben wir den Grundstein für eine gute Saison gelegt und haben gerade zu Hause immer wieder gut gepunktet. Wir waren über die gesamte Dauer ganz oben dabei – und sind es nach Spieltag 33 immer noch.

Zuletzt gab es drei Siege aus vier Partien, unter anderem Heimsiege gegen den TSV 1860 München und Spitzenreiter VfL Osnabrück. Läuft der MSV zum richtigen Saisonzeitpunkt zur Höchstform auf?

Um uns einen Aufstiegsplatz zu sichern, müssen wir viele Punkte holen. Die anderen Mannschaften rechts und links neben uns sind ebenfalls gut in Form und ließen zuletzt wenig bis gar nichts auf der Strecke liegen.

Was sind die Gründe für die vielen Top-Leistungen in den vergangenen Wochen?

Uns war bewusst, dass wir aufgrund der anderen Ergebnisse gefordert waren, Siege einzufahren. Auf dem Platz haben wir es geschafft, weniger Möglichkeiten für unsere Gegner zuzulassen und selbst einen mutigeren Offensivfußball zu spielen. Das zusammen führt dann oft auch zu besseren Ergebnissen.

 

"Gewisse Anspannung, aber keine Aufregung"

Auch für Sie persönlich läuft es gut. Nachdem Sie vorher nicht allzu oft zum Zug kamen, standen Sie zuletzt viermal in Folge in der Startelf. Wie fühlt sich das für Sie an?

Natürlich freue ich mich sehr, dass ich der Mannschaft in den letzten Partien auch auf dem Platz helfen konnte. Ich wusste um meine Situation hier als junge Spieler und dass meine Chance irgendwann kommen wird. Darauf habe ich mich versucht bestmöglich vorzubereiten.

Wie war es für Sie, sich ausgerechnet in der heißen Saisonphase festzuspielen? War die Anspannung groß oder überwog die Vorfreude, sich genau jetzt beweisen zu dürfen?

Eigentlich alle, also die Mannschaft und das Trainerteam, haben mir sehr geholfen, mir meine Aufgaben klarzumachen und was sie von mir als Innenverteidiger erwarten. Trotzdem war eine gewisse Anspannung, aber keine Aufregung bei mir vorhanden trotz der großen Spiele wie gegen 1860 München, Rot-Weiss Essen oder Osnabrück. Viel mehr war es eine Vorfreude, vor so vielen Zuschauern spielen zu dürfen.

Die Saison geht nur noch wenige Wochen, der Aufstiegskampf ist extrem spannend. Was spricht für den MSV Duisburg – wieso sichert sich der MSV am Ende mindestens den Relegationsplatz?

Wie schon erwähnt: Ich finde, dass wir aktuell sehr gut drauf sind. Dazu haben wir unsere Fans im Rücken, die für uns auch im Endspurt eine große Unterstützung sein werden. Wir haben noch ein direktes Duell gegen Energie Cottbus, in dem es um die Big Points geht. Allerdings müssen wir davor erstmal noch unsere Punkte holen und wollen damit gleich am Wochenende anfangen.

Am Samstag gastiert die U23 der TSG Hoffenheim in Duisburg. Was erwarten Sie für ein Spiel?

Mit Hoffenheim kommt eine fußballerisch sehr gute Mannschaft zu uns an die Wedau. Im Hinspiel haben wir das deutlich zu spüren bekommen. Umso wichtiger wird es diesmal sein, dass wir die nötige Energie und Wucht aus den vergangenen Spielen erneut auf den Platz zu bringen.

   

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