Aufstiegskampf: Was für und gegen die Teams spricht

Osnabrück, Essen, Cottbus, Duisburg und Rostock: Fünf Spieltage vor Saisonende dürfen noch fünf Teams vom Aufstieg in die 2. Bundesliga träumen. liga3-online.de nimmt das Quintett unter die Lupe und analysiert, was für und was gegen die Teams spricht.

Was für den Aufstieg spricht: Schon sieben Punkte vor Platz 3! Von allen Aufstiegskandidaten hat der VfL Osnabrück die beste Ausgangslage. Schon drei Siege aus den verbleibenden fünf Partien reichen, um sicher aufzusteigen. Hinzukommt, dass die Lila-Weißen mit nur 27 Gegentoren die mit Abstand beste Defensive stellen. Schon 18 Mal blieb Keeper Lukas Jonsson zu Null, was ebenfalls den absoluten Bestwert bedeutet. Zudem warten auf die Osnabrücker im Endspurt keine direkten Duelle, stattdessen könnte die Schultz-Elf davon profitieren, dass sich die Konkurrenz die Punkte gegenseitig wegnimmt.

Was gegen den Aufstieg spricht: Eigentlich kann sich der VfL im Endspurt angesichts des Vorsprungs nur selbst schlagen, "aber wir dürfen uns nicht ausruhen. Das wäre das Schlimmste, was wir machen könnten", warnte Ismail Badjie am Sonntag nach dem Sieg gegen Cottbus. Auch Schultz mahnte: "Unsere Punktanzahl wird noch lange nicht reichen, um aufzusteigen. Wir müssen weiter Spiele gewinnen. Von daher war mir das schon fast zu viel Gejubel nach dem Spiel."

 

Was für den Aufstieg spricht: Gerade rechtzeitig zum Saisonende ist RWE angesichts von sieben Siegen in Serie in bestechender Form. Nach den beiden Niederlagen gegen Osnabrück und Rostock scheint Trainer Uwe Koschinat die richtigen Schlüsse gezogen zu haben. "Die Mannschaft hat eine unglaubliche Power", geriet der 54-Jährige nach dem Sieg gegen Ingolstadt ins Schwärmen. Mit 69 Toren verfügt RWE zudem über den besten Angriff aller Aufstiegskandidaten, allein 18 Tore fielen durch Joker – Liga-Bestwert!

Was gegen den Aufstieg spricht: Mit 51 Gegentoren hat RWE die anfälligste Defensive der Aufstiegsanwärter. Selbst gegen Schlusslicht Schweinfurt, das die schwächste Offensive der 3. Liga stellt, blieb Essen nicht zu Null – wenn auch nur aufgrund eines Eigentores. Ohnehin blieb die Weste von Golz, Wienand und Casali in dieser Saison erst fünfmal weiß. Diesbezüglich besteht somit noch Steigerungsbedarf, zumal RWE mit Cottbus und Verl noch auf zwei der besten Offensiven der Liga trifft.

 

Was für den Aufstieg spricht: Bei Energie ruhen die Hoffnungen vor allem auf Tolcay Cigerci (14 Tore, zwölf Vorlagen) und Erik Engelhardt (19 Tore, vier Vorlagen), die nach den Aachenern Lars Gindorf und Mika Schroers das zweitbeste Offensivduo der Liga sind. Nach wochenlanger Flaute kamen sie zuletzt wieder in Fahrt – gerade noch rechtzeitig für den Endspurt. Zudem versteht es Trainer Claus-Dieter Wollitz wie kein Zweiter, in der Öffentlichkeit mit Nachdruck zum Teil außersportliche Themen zu platzieren, um damit den Fokus von der Mannschaft zu lenken.

Was gegen den Aufstieg spricht: Mit Rot-Weiss Essen (19. April) und dem MSV Duisburg (3. Mai) muss Energie Cottbus im Endspurt noch gegen zwei direkte Konkurrenten ran. Das bietet einerseits zwar die Chance, Big Points zu sammeln, birgt aber anderseits die Gefahr, bei einer Niederlage den Anschluss zu verlieren. Sollte Energie etwa am Sonntag gegen Essen verlieren, würde RWE auf sieben Zähler davonziehen, sodass zumindest der direkte Aufstieg in den verbleibenden vier Partien nicht mehr realistisch wäre.

 

Was für den Aufstieg spricht: 40 Punkte aus 16 Partien! Der MSV ist das heimstärkste Team der Liga und als einzige Mannschaft im eigenen Stadion noch ungeschlagen. Selbst gegen Tabellenführer VfL Osnabrück, der zuvor sieben Siege in Folge gefeiert hatte, konnten sich die Zebras vor einer Woche durchsetzen. Drei der fünf verbleibenden Partien finden zuhause statt, darunter auch das direkte Duell gegen Cottbus. Darüber hinaus verfügt der MSV über die beste Chancenverwertung aller Aufstiegskandidaten (59 Tore aus 586 Torschüssen).

Was gegen den Aufstieg spricht: Während die Offensive in den letzten Wochen durchaus überzeugen konnte – vor allem beim 4:1 in Mannheim -, wirkte die Defensive nicht immer sattelfest. Allein in den letzten zwölf Partien mussten die Zebras 21 Gegentore hinnehmen – das ist nicht die Bilanz eines Aufsteigers. Zum Vergleich: Osnabrück kassierte im selben Zeitraum nur fünf Gegentreffer. Hier wird Trainer Dietmar Hirsch im Endspurt ansetzen müssen, um am Ende nicht das Nachsehen zu haben.

 

Was für den Aufstieg spricht: Auf dem Papier hat die Kogge mit Schweinfurt (A), Regensburg (H), Aachen (A), Stuttgart II (H) und Saarbrücken (A) das einfachste Restprogramm, zudem wartet kein direkter Konkurrent. Dazu ist Emil Holten derzeit in Top-Form: Acht Tore und zwei Vorlagen stehen in den letzten acht Partien zu Buche, gegen Ulm traf er zuletzt doppelt. Mit nur 37 Gegentoren verfügt der FCH zudem über die zweitbeste Defensive der Liga, auch das bessere Torverhältnis gegenüber Essen, Cottbus und Duisburg könnte am Ende ausschlaggebend sein.

Was gegen den Aufstieg spricht: Das vermeintliche einfache Restprogramm kann zwar ein Vorteil sein, bedeutet aber auch, dass Hansa auf Patzer der Konkurrenz angewiesen ist, um am Ende auf einem Aufstiegsplatz zu stehen. Selbst fünf Siege aus den verbleibenden fünf Partien würden nicht reichen, falls Essen mindestens elf Zähler holt und entweder Cottbus oder Duisburg ebenfalls alle Spiele im Endspurt gewinnen.

   

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