"Zeigen, dass wir es besser können": 1860 brennt auf Revanche
Fast fünf Monate liegt das letzte Duell gegen den SSV Jahn Regensburg zurück. Gerne erinnern sich die Fans und Verantwortliche des TSV 1860 München nicht zurück – mit 0:4 unterlagen die Löwen deutlich. Doch die Partie sollte noch eine größere Bedeutung auf dem Weg der Sechzger bekommen. Am Samstag steht das erneute Aufeinandertreffen an: Im Halbfinale des Toto-Pokals.
"Wollen unbedingt zeigen, dass wir es besser können"
Während die Nationalmannschaft testet und die nationalen Ligen pausieren, steht für den TSV 1860 München eine wichtige Partie an. Im Landespokal, dem Toto-Pokal, treffen die Löwen am Samstag (14:30 Uhr) im Halbfinale auf den SSV Jahn Regensburg. Für Cheftrainer Markus Kauczinski eine willkommene Abwechslung, wie er im Mediengespräch vor der Partie am Samstag betonte: "Ich mag diese Alles-oder-Nichts-Spiele, das juckt." Neben dem möglichen Finaleinzug – und damit der Chance auf die Teilnahme am DFB-Pokal – haben die Münchner noch eine Rechnung offen. In der Liga setzte es im Jahnstadion eine deutliche 0:4-Niederlage. "Wir wollen unbedingt zeigen, dass wir es besser können", so Kauczinski.
Gefühlt liege das Spiel noch gar nicht lange zurück, tatsächlich sind es bereits fast fünf Monate. Damals habe man "die schlechteste Saisonleistung" gezeigt. Der Auftritt habe jedoch ein Umdenken ausgelöst: "Danach haben wir uns durchgeschüttelt und gemerkt, dass es nicht der richtige Weg ist." Mit Erfolg: Bis zum Jahreswechsel gewannen die Sechzger – mit Ausnahme der Partie gegen den SC Verl – alle Spiele.
Pokal- und Relegationsstress? "Es gibt schlechtere Konstellationen"
Personell wird es im Vergleich zum letzten Drittligaspiel kaum Veränderungen geben. Neben den Langzeitverletzten Max Christiansen, Kilian Jakob, Sean Dulic, Manuel Pfeifer und Tunay Deniz fällt auch Damjan Dordan erneut aus. Seine Knieverletzung habe sich zwar gebessert, "aber das Risiko ist uns zu groß". Ebenfalls fehlen Loris Husic und Jesper Verlaat. Letzterer habe einen Schlag abbekommen, der über Nacht eingeblutet sei. "Kurzfristig ist ein Einsatz nicht möglich. Damit ist eine Änderung hinfällig, die wir uns vorgenommen hatten", erklärte Kauczinski.
Der mögliche Finalgegner steht bereits fest: die Würzburger Kickers. Als klassenniedrigerer Klub hätten die Kickers Heimrecht, das Endspiel ist für den 23. Mai 2026 angesetzt. Terminlich könnte das für die Münchner noch brisant werden: Sollte 1860 die Relegation zur 2. Bundesliga erreichen – aktuell beträgt der Rückstand fünf Punkte – läge das Finale zwischen den beiden Relegationsspielen am 22. und 26. Mai. Kauczinski bleibt dennoch entspannt: "Es gibt schlechtere Konstellationen. Ich würde mich darauf freuen, denn dann weiß ich, dass wir es gut gemacht haben." Ein kleines Problem bleibt jedoch: die Urlaubsplanung. "Meine Frau fragt mich ständig: Wann ist Urlaub?" – aus Sicht des Trainers hoffentlich so spät wie möglich.