Regionalliga-Reform: Arbeitsgruppe präsentiert zwei Modelle
Die Diskussion um eine Reform der Regionalligen nimmt konkrete Formen an: Am Mittwoch hat die Arbeitsgruppe zur Neustrukturierung ihre Beratungen abgeschlossen und sich einstimmig für eine viergleisige Regionalliga ausgesprochen.
Kompassmodell und Regionenmodell
Wie der DFB am späten Abend mitteilte, verständigte sich die Arbeitsgruppe im Rahmen ihrer abschließenden Sitzung darauf, zwei Modelle als Grundlage für die weitere Entscheidungsfindung vorzulegen. Diese sollen nun in die zuständigen Gremien eingebracht werden. Ein Ansatz ist das sogenannte Kompassmodell. Dabei würden die vier Staffeln – Nord, West, Süd, Ost – in jeder Saison neu zusammengestellt – maßgeblich anhand geografischer Entfernungen, sodass die Reisewege möglichst kurz bleiben.
Alternativ steht das Regionenmodell zur Debatte: Hierbei würden die bisherigen Regionalligen Nord, Nordost und Bayern in zwei Staffeln aufgeteilt, während die Staffeln West und Südwest unverändert bestehen bleiben. Dieses Modell war bereits vor einigen Jahren diskutiert worden – jedoch ohne Erfolg. Die zuständigen Verbände sind über die Ergebnisse bereits informiert. Nun sollen im nächsten Schritt die Vereine einbezogen werden, um ein Meinungsbild zu den beiden Varianten einzuholen.
Umsetzung frühestens zur Saison 2028/29
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe, Michael Vesper, blickt auf "intensive" Diskussionen innerhalb der Arbeitsgruppe zurück, die nicht einfach, aber "immer konstruktiv" gewesen seien. "Wir wollten konkrete Lösungsvorschläge vorlegen, mit denen die zuständigen Gremien der Verbände arbeiten und umgehen können. Ich freue mich, dass uns das gelungen ist. Jetzt geht es in die weitere Entscheidungsfindung unter Einbeziehung der betroffenen Vereine." Eine mögliche Umsetzung der Reform ist frühestens zur Saison 2028/29 vorgesehen. In diesem Fall würde die Spielzeit 2027/28 als Qualifikationsjahr dienen.