Grünes Licht für Stadiondeal: Stadt Osnabrück kauft Bremer Brücke
Die Bremer Brücke steht kurz vor einem Eigentümerwechsel: Der Rat der Stadt Osnabrück hat am Dienstagabend beschlossen, dass die Stadt sämtliche Anteile der Stadionbetriebsgesellschaft in einem Schritt übernimmt, wie die "Neue Osnabrücker Zeitung". Damit wird die Spielstätte des VfL Osnabrück zeitnah in kommunalen Besitz übergehen.
Kauf von breiter Mehrheit beschlossen
Eine breite Mehrheit aus Grünen, SPD und CDU stimmte demnach für das Vorgehen. Gegenstimmen kamen unter anderem aus den Reihen von FDP/UWG sowie der AfD, zudem gab es vereinzelte Enthaltungen. Eine längere Diskussion blieb aus, da die grundsätzliche Entscheidung zum Kauf bereits im Herbst gefallen war. Damals hatte der Rat auch eine Modernisierung und Sanierung des Stadions mit einem geschätzten Volumen von rund 67 Millionen Euro auf den Weg gebracht.
Ursprünglich war geplant gewesen, die Anteile in zwei Schritten zu übernehmen. Im Zuge der Prüfung zeigte sich jedoch, dass dieses Modell für den Verein steuerliche Nachteile mit sich gebracht hätte – inklusive möglicher Auswirkungen auf die Gemeinnützigkeit. Daher einigte man sich nun auf einen direkten Komplettkauf.
Finanzieller Vorteil für die Stadt
Für die Stadt ergibt sich daraus zudem ein finanzieller Vorteil: Eine ursprünglich angedachte Kapitalerhöhung der Stadiongesellschaft in Höhe von 490.000 Euro entfällt. Stattdessen zahlt die Kommune lediglich den Nominalwert der Anteile. Für die 95 Prozent des VfL Osnabrück werden 57.000 Euro fällig, weitere 5 Prozent von der Osnabrücker Beteiligungs- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft kosten 3.000 Euro. Hinzu kommen rund 45.000 Euro Grunderwerbsteuer. Die Übernahme soll unmittelbar nach Eintragung ins Handelsregister erfolgen, wirtschaftlich wirksam wird der Deal zum 1. Juli 2026.