"Wir sind richtig gut drauf": Energie vor großer Kulisse gegen Rostock
Mit vier Punkten in zwei Spielen ist Energie Cottbus bislang gut durch die Englische Woche gekommen, zum Abschluss soll auch im direkten Duell gegen Hansa Rostock ein Sieg her – und das vor großer Kulisse.
Rund 19.000 Zuschauer werden erwartet
Über 650 Fans hatten sich am Dienstag auf den Weg nach Großaspach zum Auswärtsspiel gegen den VfB Stuttgart II gemacht – und damit für ein akustisches Heimspiel gesorgt. Trainer Claus-Dieter Wollitz geriet bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag ob der großen Unterstützung ins Schwärmen. Am Samstag, wenn das Heimspiel gegen Hansa Rostock ansteht, werden noch deutlich mehr Fans dabei sein. Rund 18.000 Tickets sind bislang verkauft, Energie rechnet mit einem ausverkauften Stadion. Das wäre bei 19.000 Zuschauern der Fall, da einige Bereiche neben dem Gästeblock aus Sicherheitsgründen freibleiben müssen.
Trotz der Tatsache, dass Energie damit vor der größten Heimkulisse in einem Ligaspiel in dieser Saison antreten wird, glaubt Wollitz nicht, dass dies den Druck auf die Mannschaft erhöhen wird. Das sei eher bei der Partie zum 60-jährigen Vereinsjubiläum gegen Hoffenheim II am 31. Januar der Fall gewesen. Verglichen mit der Partie inklusive aller Rahmenbedingungen sei das Spiel gegen Hansa eine "Spaß-Veranstaltung", wie Wollitz mit einem Augenzwinkern betonte.
Spannungsverlust? "Wäre selten dämlich"
Die Mannschaft habe in dieser Saison bereits "Außergewöhnliches" erreicht und damit das Recht, "mehr als befreit aufzuspielen", machte der Energie-Coach klar. Auch an einen Spannungsverlust nach dem Sieg gegen Stuttgart II und der Tatsache, dass Cottbus die letzten fünf Partien gegen die Kogge allesamt gewonnen hat, glaubt Wollitz nicht: "Das wäre ein richtiges Brett und eine neue Erfahrung für mich. Das kann ich mir wirklich nicht vorstellen, denn dann wären wir selten dämlich." Wichtig sei, gegen einen Gegner, der über "sehr viel individuelle Klasse" und "sehr viel Erfahrung" verfüge, "bei uns zu bleiben".
Zudem will Wollitz mehr Mut sehen als im Heimspiel gegen den SC Verl am letzten Samstag. "Wir sind richtig gut drauf und sind selbstbewusst genug, dass wir das Spiel gewinnen können." Dennoch gehe Cottbus als Außenseiter in die Partie, so Wollitz. Nicht zur Verfügung stehen Leon Guwara, der mit einer Verletzung an der Sehne womöglich längerfristig ausfällt, Moritz Hannemann (fünfte gelbe Karte) und Jannis Juckel (Aufbautraining nach Schulterverletzung), zudem ist der Einsatz von Henry Rorig (nach Infekt) fraglich. Ob Energie vor ausverkauftem Haus zusammen mit seinen Fans feiern kann, wird sich dann am Samstag ab 14 Uhr zeigen.