"Entscheidend sind die Punkte": Platz 1 nur Nebensache für den VfL

Mit dem 3:1 bei Erzgebirge Aue hat der VfL Osnabrück erstmals in dieser Saison die Tabellenspitze übernommen. Dennoch bricht bei den Niedersachsen keine Euphorie aus. Auch weil der Sieg hart erarbeitet war.

"Das macht uns stark"

"Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey", schallte es nach Spielende aus dem Gästeblock. Zusammen mit den Fans feierten die Spieler den Auswärtssieg und die Tabellenführung. Schlussendlich waren die Osnabrücker aber heilfroh darüber, dass sie drei Punkte mitgenommen hatten. Denn es war kein rundum überzeugender Auftritt. "Die erste Halbzeit haben wir richtig gut gespielt, wir haben uns aber nicht belohnt. Die zweite Halbzeit spielen wir nicht so gut, aber machen die Tore", resümierte Robin Meißner gegenüber "MagentaSport". Trainer Timo Schultz sah es ähnlich: "Es war allgemein kein gutes Spiel. Viele individuelle Fehler. Wir gehen aufgrund eines Missverständnisses in der Auer Abwehr in Führung. Eigentlich dachte ich, dass wir dadurch mehr Schwung mitnehmen." Allerdings kam Aue vor der Halbzeit zum Ausgleich.

"Wir wussten, dass wir in der zweiten Halbzeit eine Schippe drauflegen müssen, und das haben die Jungs getan", freute sich der 48-Jährige über die Steigerung nach der Pause. Zudem bewies der Coach ein goldenes Händchen, indem er Tony Lesueur einwechselte, der das 2:1 erzielte (73.) und das 3:1 für Meißner (76.) vorbereitete. "Das ist das, was uns stark macht, dass wir eine Mannschaft sind. Keiner ist angepisst, wenn er nicht spielt. Tony heute ist das beste Beispiel. Er kommt rein, macht das Tor, macht die Vorlage. Das freut mich extrem für den Jungen", lobte der Torschütze.

"Wir werden eine Lösung finden"

Inzwischen hat der VfL auch gelernt, seine Chancen konsequent zu nutzen, was in der Hinrunde noch ein Problem war. "Was genau passiert ist, weiß ich nicht. Wir sind kaltschnäuziger geworden", meinte Meißner. Ob die Mannschaft den Sprung an die Tabellenspitze nun mit einer Kiste Bier feiern darf, konnte er nicht beantworten. "Da müssen Sie den Trainer fragen", sagte er. Der wiederum scherzte: "Für das Trainerteam auf jeden Fall."

Der Platz an der Sonne ist für den VfL-Trainer aber nur schmückendes Beiwerk: "Entscheidend sind die Punkte. Das sind heute wieder drei mehr geworden, und das gefällt mir sehr gut." Am Dienstag ist seine Elf schon wieder gegen Viktoria Köln gefordert. Dann wird Lars Kehl jedoch wegen seiner fünften gelben Karte fehlen. "Wir werden eine Lösung finden. Er ist für uns ein extrem wichtiger Spieler. Wie er die Mannschaft anzündet in der Kabine. Vielleicht muss er trotzdem kommen", so Schultz, der die "maximale Punktzahl" als Zielvorgabe für die Englische Woche ausrief. Dann würden die Lila-Weißen auch weiterhin ganz oben stehen.

   

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