FCS wochenlang ohne Kamara – Schmidt noch fraglich
Die Personallage beim 1. FC Saarbrücken hat sich vor dem Spiel beim 1. FC Schweinfurt am Sonntag etwas verschärft. Allerdings kann Trainer Argirios Giannikis auch wieder auf einen Rückkehrer bauen.
Brünker wieder fit
Das 1:1 beim SSV Ulm hat Spuren beim FCS hinterlassen. Abdoulaye Kamara musste nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung wieder vom Platz genommen werden. Wie Trainer Giannikis auf der Pressekonferenz am Freitag berichtete, wird der Mittelfeldspielern aufgrund einer strukturellen Verletzung in der Wade für ungefähr vier bis sechs Wochen ausfallen. Bereits vor Weihnachten war Kamara wegen einer Knie-OP außer Gefecht. Zudem musste Patrick Schmidt wegen eines Bruchs in der Hand mit einer Schiene trainieren und konnte die Einheiten nur unter Schmerzen absolvieren. Für ihn könnte es eng werden für Sonntagabend in Schweinfurt.
Jedoch gibt es auch erfreuliche Nachrichten aus dem Lazarett. Kai Brünker ist wieder gesund nach seiner Krankheit. Dominic Baumann setzte zwar am Donnerstag aus, aber es handelte sich lediglich um eine Vorsichtsmaßnahme. Einem Einsatz soll nichts im Wege stehen. Auf ein paar Minuten hofft auch Maurice Multhaup, der gegen Ulm erstmals seit vier Monaten wieder im Kader stand. "Er hat nach seiner langen Verletzung jetzt Schritte gemacht, hat in der Woche mit einer guten Energie trainiert. Er hat die Qualitäten, die wir brauchen. Natürlich will er Minuten haben. Dann gucken wir mal, wie viele es in diesem Spiel werden", stellte Giannikis den Fitnesszustand seines Schützlings dar.
"Fußballerisch müssen wir zulegen"
Der Angreifer kennt den neuen FCS-Trainer noch aus gemeinsamen Zeiten beim FC Ingolstadt, als Giannikis in der Saison 2016/17 sein Co-Trainer war. "Er versucht, uns seine Idee zu vermitteln. Wir machen jede Woche Fortschritte und wollen schnell umsetzen, was er von uns möchte. Ich denke schon, dass wir die Intensität nochmal hochgeschraubt haben und mit Vollgas arbeiten jeden Tag", betonte Multhaup. Der 29-Jährige will nach seiner komplizierten Nackenverletzung nun wieder angreifen: "Es ist ein kleiner Re-Start. Ich bin jetzt bereit, die letzten 13 Spiele mich zu zeigen. Wir haben ein Ziel, das wollen wir gemeinsam erreichen."
Auf sportlicher Ebene agieren die Saarbrücker seit dem Trainerwechsel gefestigt. Offensiv ist aber noch Luft nach oben. "Wir hatten eine gewisse taktische Kontrolle auf dem Platz. Fußballerisch müssen wir natürlich zulegen. In diesen Tabellenregionen ist das Fußballspielen nicht ganz so einfach in dieser Situation. Das nehmen wir mit und schauen, dass wir im nächsten Spiel drei Punkte einfahren", erklärte Giannikis.
Noch nie in Schweinfurt gewonnen
Unterschätzen werde er den abgeschlagenen Tabellenletzten auf keinen Fall. Immerhin haben die Schnüdel im heimischen Stadion schon Hoffenhem II und Viktoria Köln besiegt. "Wir sind gewarnt, dass wir unsere Leistung abrufen müssen, alle gemeinsam daran arbeiten müssen, dass wir den Gegner weg vom Tor halten und unsere Stärken offensiv auf den Platz bringen", so Giannikis. In Schweinfurt haben die Saarländer in sieben Anläufen noch nie gewonnen. Das wollen sie am Sonntag ändern.