Spitzenspiel zwischen Cottbus und Verl: Was für wen spricht
Im Leag Energie-Stadion kommt es am Samstag (16:30 Uhr) zum Spitzenspiel zwischen Energie Cottbus (1.) und dem SC Verl (4.). Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.

Form: Nur eine Niederlage in den letzten elf Spielen und drei der letzten fünf Partien gewonnen: Energie Cottbus ist derzeit gut in Form und steht inzwischen schon seit drei Spieltagen am Stück an der Tabellenspitze. Der SC Verl dagegen hat in den letzten fünf Spielen mehr Niederlagen einstecken müssen (drei) als in der kompletten Hinrunde (zwei) und ist in diesem Zeitraum von Platz 1 auf Rang 4 abgerutscht.
Heimstärke: Mit 28 Punkten aus 13 Partien ist der FCE nach dem MSV Duisburg das zweistärkste Team vor eigener Kulisse. Bereits acht Siege und vier Unentschieden konnte Cottbus im Leag Energie-Stadion verbuchen und musste sich erst einmal geschlagen geben – das war Anfang November beim 0:1 gegen Osnabrück. Der SC Verl belegt in der Auswärtstabelle wiederum immerhin Platz 5, hat die letzten drei Partien in der Fremde aber allesamt verloren.
Moral: Rückstand? Kein Problem für die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz. Schon fünfmal konnten die Brandenburger eine Partie anschließend noch drehen – Spitzenwert der 3. Liga. Zuletzt bog Cottbus einen frühen 0:1-Rückstand beim Derby in Aue spät noch in ein 2:1 um. "Wir haben gesagt, dass wir hinten raus wieder diese eine Chance bekommen, weil wir die Qualität haben", sagte Torschütze Axel Borgmann anschließend. Überhaupt ist Cottbus der Meister der späten Tore. Bereits siebenmal klingelte es in der Nachspielzeit noch.

Offensive: Mit 60 Toren stellt der SC Verl – noch vor Energie Cottbus (51 Treffer) – die beste Offensive der Liga. Allein Berkan Taz netzte bislang elfmal ein und bereitete 13 weitere Treffer vor. Nur Aachens Lars Gindorf (17 Tore, acht Vorlagen) sammelte noch mehr Scorerpunkte. Neben Taz haben auch Alessio Besio und Jonas Arweiler (beide zehn Tore) zweistellig getroffen. Insgesamt verteilen sich die 60 Treffer auf 14 verschiedene Spieler. Bei Cottbus trafen dagegen "nur" zwölf Akteure.
Joker: Schon 16 Mal waren beim Sportclub die Joker vor den Toren erfolgreich – Bestwert der Liga. Allein Jonas Arweiler traf sechsmal nach Einwechselungen. Damit ist der Angreifer der Top-Joker der Liga. Im Duell gegen Osnabrück war Arweiler binnen drei Minuten sogar gleich zweimal erfolgreich. Die von Energie-Coach Claus-Dieter Wollitz eingewechselten Spieler erzielten dagegen lediglich sechs Treffer, was im Liga-Vergleich nur Platz 11 bedeutet.
Performance: In der tatsächlichen Tabelle steht Energie zwar an der Spitze, doch legt man die "Expected Points" zugrunde, wären die Lausitzer nur Achter. Demnach hat der FCE – gemessen an der Qualität der Chancen – satte 13 Zähler mehr geholt als erwartet, was für eine starke Überperformance spricht. Der SC Verl dagegen hat sechs Punkte weniger geholt und wäre demnach eigentlich Zweiter – mit 50 statt 44 Zählern.