"Habe schon neue Ideen": Jones erlebt Debüt-Pleite mit Schweinfurt
Jermaine Jones hat sein erste Drittliga-Spiel als Cheftrainer mit dem 1. FC Schweinfurt verloren. Der namhafte Neuzugang auf der Trainerbank sah, wie sich die Schnüdel in der ersten Halbzeit viel zu einfache Gegentore einfingen. Erst gegen Ende konnte der Tabellenletzte etwas von der Qualität zeigen, die in der Mannschaft steckt.
"Dafür werden wir bestraft"
Es lief bereits die 77. Spielminute, als Winners Osawe im Luftzweikampf hochstieg und die Kugel ins Netz köpfte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der 1. FC Schweinfurt schon drei Gegentreffer kassiert, sodass die Partie vorzeitig entschieden war. Aber die Schnüdel stemmten sich dagegen. "Wenn wir heute etwas in Duisburg mitgenommen hätten, dann wäre das natürlich super gewesen. So haben wir ihnen zumindest am Ende etwas Druck gegeben", fand Jermaine Jones, wie er gegenüber "MagentaSport" erzählte. Das Debüt als Drittliga-Coach ging dennoch verloren.
Aufgrund von schnörkellosen Gegentoren. "Wir haben davor gewarnt, dass wir die Bälle hinten nicht verlieren. Das sind individuelle Fehler, für die wir bestraft werden", so Jones. Dass der Tabellenletzte beim Aufstiegsanwärter keinen leichten Job hätte, das war allen, die es mit den Schnüdel halten, von vornherein klar. Doch dem Cheftrainer war die Art und Weise, wie Schweinfurt das Spiel verloren hatte, zu einfach.
"Musst wieder Selbstvertrauen kriegen"
"Ich habe auch erst zwei Mal mit der Mannschaft gearbeitet. Aber ich habe schon wieder neue Ideen für die nächsten Spiele, die anstehen", zog der neue Cheftrainer dennoch positive Erkenntnisse aus dem Match. Dass er den Rückstand von 18 Punkten auf das rettende Ufer noch aufholen könnte, davon sprach Jones dieses mal nicht, nachdem er sich zuletzt noch vom Klassenerhalt überzeugt gezeigt hatte, Trotzdem wird sich Schweinfurt nicht hängen lassen. "Jeder, der diesen Sport gespielt hat, weiß, wie das ist, wenn du da unten drin stehst. Du musst wieder Selbstvertrauen kriegen", wünschte sich der Cheftrainer.
Dass seine Mannschaft vor einer Kulisse wie in Duisburg dann nervös wird, das war für den 44-Jährigen angesichts der Ausgangslage nicht verwunderlich. "Wir werden weiter arbeiten. Wir werden Fehler ansprechen", schwor Jones sein Team auf die nächsten Aufgaben ein. Denn: "Im Profifußball darfst du die nicht machen." Denn für manchen Spieler der Schweinfurter, so wie auch für den neuen Cheftrainer bei seiner ersten Station im deutschen Fußball, geht es im letzten Saisondrittel um die richtige Einstellung im Profibereich. Gegen den 1. FC Saarbrücken wartet am nächsten Sonntag nun ein Kellerduell auf den FC05. Bei einer erneuten Niederlage würde der Rückstand zum rettenden Ufer bereits auf 21 Punkte anwachsen.