"Bekommen die ganz alleine hin": Gesperrter Hirsch vertraut Staff

Wie reagiert der MSV Duisburg auf die 1:6-Klatsche in Wiesbaden? Das liegt während der 90 Minuten im Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt (Samstag, 14 Uhr) ausnahmsweise nicht in den Händen von Dietmar Hirsch. Aufgrund einer Gelbsperre wird der Cheftrainer auf der Tribüne sitzen und Co-Trainer Marvin Höner das Zepter überlassen.

"Zettel und Stift auf den Boden geworfen"

In Wiesbaden sah der Trainer des MSV Duisburg die vierte gelbe Karte, weshalb die Folgen klar sind. Im Heimspiel gegen Schweinfurt wird der Cheftrainer auf der Pressetribüne sitzen. "Ich habe mich ein bisschen über das Foul an Simon Symalla aufgeregt, aus dem dann das 0:3 entstanden war. Da habe ich meinen Zettel und Stift auf den Boden geworfen, und es gibt wohl eine Regel, dass man dann zwingend Gelb bekommt", erzählte Hirsch bei der Spieltags-Pressekonferenz am Donnerstag, wie es zu der Verwarnung gekommen war. So wird der Cheftrainer ausgerechnet nach seiner höchsten Niederlage als MSV-Coach fehlen.

Bedenken, dass seine Mannschaft ohne ihn nicht funktionieren wird, hatte der 54-Jährige nicht. "Ich vertraue auch meinem Staff vollkommen. Marvin Höner ist top drauf, der wird das in Zusammenarbeit mit dem Videoanalysten ganz alleine hinbekommen", so Hirsch. Schummeln ist keine Option. "In der 3. Liga gibt es so viele Kameras. Bevor ich erkannt werde, wie ich eine WhatsApp schreibe, vertraue ich ihm sowieso besser. Und oft muss man ja auch schnelle Entscheidungen treffen, bei denen gar keine Zeit für lange Kommunikationswege, die eh verboten sind, ist." Dabei dürfte er während der Partie Kontakt zur Mannschaft aufnehmen und auch direkt vor und nach dem Spiel in die Kabine. Nur nach roten Karten gelten strengere Regeln.

Bulic raus, Bitter wahrscheinlich auch

Schwierig stellte es sich Hirsch trotzdem vor, dass ihm komplett die Hände gebunden sein werden. Zumal mit Rasim Bulic (Muskelverletzung) ein weiterer Stammspieler fehlen wird – neben Christian Viet (Aufbautraining), Dennis Borkowski (Muskelverletzung) und wahrscheinlich auch Joshua Bitter (Oberschenkelverletzung). "In den letzten Wochen haben wir oft über den großen Kader gesprochen. Jetzt fallen vier Spieler aus, die als absolute Stammspieler gesehen wurden. Aber dafür haben wir den breiten Kader und wir werden die Ausfälle kompensieren", versprach Hirsch.

Einsatzzeiten für Niklas Jessen oder Leon Müller kämen wohl nicht überraschend. Sogar Maximilian Dittgen, der Schulterprobleme auskuriert hat, könnte schon wieder ein Kandidat für den Kader sein. Die Startelf würde wohl – wie im Falle von Jakob Bookjans – noch zu früh kommen. Einzelne Positionen bleiben beim MSV somit noch offen – so, wie auch in Schweinfurt. Denn dort übernahm Ex-Bundesliga-Profi Jermaine Jones am Mittwoch für Victor Kleinhenz. "Ich weiß nicht, ob sie in der Kürze der Zeit viel umstellen können", ordnete Hirsch den Trainerwechsel ein. "Aber ist doch schön, mal wieder ein frisches Gesicht zu sehen und es ist gut, wenn nicht immer die gleichen da sind."

   

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